Wirtschaft : NACHRICHTEN

Staatsdefizit geringer als befürchtet

Düsseldorf - Deutschland hat im ersten Halbjahr vermutlich nur etwa 14 Milliarden Euro Defizit gemacht. Dies entspricht einer Defizitquote von lediglich 1,2 Prozent, wie Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft für das „Handelsblatt“ zeigen. Angesichts des Konjunktureinbruchs im Winter war bislang ein deutlich höheres Defizit erwartet worden. „Das sieht noch recht günstig aus“, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss. Am Dienstag wird das Statistische Bundesamt Daten zum „Maastricht-Defizit“ im ersten Halbjahr vorlegen, die allerdings ebenfalls in einigen Bereichen wie etwa den Kommunalfinanzen auf Schätzungen basieren. Für das Gesamtjahr rechnet die Bundesregierung bislang mit einer Defizitquote von vier Prozent in diesem und von sechs Prozent im kommenden Jahr. HB

Ifo-Exportklima steigt

München - In der deutschen Exportwirtschaft steigt nach der langen Rezession die Zuversicht. Der Exportklima-Index des Münchner Ifo-Instituts ist zum fünften Mal in Folge gestiegen und liegt nun wieder auf dem Niveau vom Herbst 2007. Das berichtete am Wochenende die „Wirtschaftswoche“ als Auftraggeber der Untersuchung. Der Index legte nach einem Stand von 0,6 im Juli erneut um 0,1 Punkte zu. Grund sei vor allem die bessere Stimmungslage bei Unternehmen und Kunden der großen Handelspartner in den USA und Europa. Auch in Japan, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde, seien die Erwartungen gestiegen. Nach Deutschland und Frankreich meldete Japan für das vergangene Quartal wieder Wachstum. dpa

Nachfrage nach Grippetests steigt

Frankfurt am Main - Der Biotech-Zulieferer Qiagen spürt eine anziehende Nachfrage nach seinen Schweinegrippe-Tests. Der Bedarf habe im zweiten Quartal deutlich zugelegt und könnte bei einer Grippewelle im Herbst noch stärker steigen, sagte Firmenchef Peer Schatz der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Da wir bereits weltweit zu den bevorzugten Lieferanten gehören, könnte bei einer Pandemie der Umsatz mit unseren Grippetests im zweiten Halbjahr auf einen zweistelligen Millionenbetrag steigen.“ Qiagen ist nach eigener Auskunft der weltgrößte Anbieter von Gentests auf Influenza A. rtr

245 000 Besucher bei Gamescom

Köln - Rund 245 000 Besucher haben die Computerspielemesse Gamescom in Köln besucht. Das teilte die Kölner Messegesellschaft zum Ende der fünftägigen Veranstaltung am Sonntag mit. „Die Premiere der Gamescom ist hervorragend verlaufen“, sagte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse. „Damit hat sie sich auf Anhieb als Leitmesse etabliert.“ Rund 450 Unternehmen aus 30 Ländern zeigten Neuheiten. Die größte europäische Branchenmesse fand zum ersten Mal in Köln statt. Die Gamescom habe „auf Anhieb alle Ziele erfüllt“, hieß es beim Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware. Unter dem Namen Games Convention fand die Messe früher in Leipzig statt. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben