Wirtschaft : NACHRICHTEN

VW fliegt raus, VW rückt auf

Frankfurt am Main - Nach mehr als 20 Jahren sind die Tage der VW-Stammaktien in der ersten deutschen Börsenliga gezählt. „Wenn die bis Montag auslaufenden Optionen über 17 Prozent der Stammaktien ausgeübt werden, fällt der Streubesitz von Europas größtem Autohersteller unter die erforderlichen zehn Prozent“, erklärt Wolfgang Gerke, Mitglied des Börsenrats der Frankfurter Wertpapierbörse. Sollte die Deutsche Börse ihre Regularien streng anwenden, fallen die VW-Stämme also schon in der kommenden Woche aus dem Leitindex. Bislang liegt deren Streubesitz bei 26,86 Prozent. Aufrücken dürften im Gegenzug für die VW-Stämme nach einhelliger Experten-Meinung die stimmrechtslosen VW-Vorzugsaktien.rtr

HRE erhält noch mehr Milliarden

Düsseldorf/München - Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) soll noch im Oktober weitere sieben Milliarden Euro vom Bund erhalten. Der Schritt habe sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet, schreibt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise. Schon früher sei von einem Kapitalbedarf von rund zehn Milliarden Euro die Rede gewesen. Bisher hat der Bund über den Bankenrettungsfonds Soffin das Eigenkapital um mehr als drei Milliarden Euro aufgepolstert. Experten setzen den Unternehmenswert der HRE inzwischen bei null Euro an. dpa

Schlappe für Google

Hamburg - Der Internetgigant Google ist von einem Gericht zu strengeren Datenschutzauflagen verurteilt worden. Damit sind Google-Nutzer künftig besser vor Zugriffen des Internetriesen auf ihre persönlichen Daten geschützt. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat nach eigenen Angaben eine Klage vor dem Landgericht Hamburg gegen bestimmte Vertragsklauseln des Konzerns gewonnen. Wie der Verband am Donnerstag mitteilte, darf Google zehn Klauseln aus früheren Nutzungsbedingungen gegenüber Verbrauchern in Deutschland nicht mehr verwenden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. AP

US-Gericht verurteilt SAP

Walldorf - Europas größter Softwarehersteller SAP ist von einem US-Gericht wegen Patentrechtsverletzungen zu einer Strafe von rund 139 Millionen Dollar (97 Millionen Euro) verurteilt worden. Die amerikanische Versata Software hatte SAP 2007 im Streit um die Patente für die Herstellung von Unternehmenssoftware verklagt. „Wir bestreiten die Vorwürfe und prüfen, in Berufung zu gehen“, sagte ein SAP-Sprecher am Donnerstag. Ob der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware wegen einer möglicherweise längeren juristischen Auseinandersetzung Rückstellungen in seiner Bilanz bilden wird, sei noch offen. dpa

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