Wirtschaft : NACHRICHTEN

Maschinenbau kürzt 60 000 Stellen

Frankfurt am Main - Die Maschinenbauer haben weiter große Probleme. Im Juli brachen der Branche den zehnten Monat in Folge die Aufträge weg, ein Minus von 43 Prozent gab der Branchenverband VDMA an. Die Prognosen fallen düster aus: Für 2009 erwartet der VDMA ein Produktionsminus von 20 Prozent oder 40 Milliarden Euro. Bis Ende des Jahres sei der Verlust von weiteren 42 000 Stellen möglich, nach 18 000 im ersten Halbjahr. Ende Juni zählte der Maschinenbau 936 000 Beschäftigte. Die Europäische Zentralbank sieht dennoch Zeichen für ein Ende der Krise. Es gebe „zunehmend Hinweise auf eine Stabilisierung“ der Wirtschaft in der Euro-Zone und außerhalb, sagte Notenbank-Chef Jean-Claude Trichet. 2010 werde die Wirtschaft voraussichtlich wieder um 0,2 Prozent wachsen. Die Leitzinsen ließ die EZB unverändert. ro/AFP

Kaum Bewerber für Abwrackprämie Eschborn - Einen Tag nach Auslaufen der Abwrackprämie haben sich die Autokäufer mit dem Ende der staatlichen Förderung abgefunden. Die Warteliste für Prämien-Nachrücker fülle sich langsamer als erwartet, es seien noch rund 9700 der insgesamt 15 000 Plätze frei, teilte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle am Donnerstag mit. Die Behörde wolle die aktuelle Zahl von Kandidaten auf der Warteliste nun auf seiner Internetseite unter www.bafa.de veröffentlichen. AFP

Bürger horten Waren für eine Billion Wiesbaden - In deutschen Haushalten finden sich immer mehr Besitztümer – inzwischen im Wert von fast einer Billion Euro. Von 1991 bis Anfang dieses Jahres stieg der Wert von Autos, Möbeln und Hausrat hierzulande von 578 Milliarden Euro um knapp zwei Drittel auf 943 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Jeder Haushalt hat im Schnitt sogenannte langlebige Gebrauchsgüter vom Auto bis zum Teppich für 23 500 Euro. Ein gutes Drittel (37 Prozent) des deutschen Gebrauchsvermögens steckt demnach in Autos, ein weiteres Drittel in Möbeln und Teppichen. AFP

Commerzbank will Beratungsgebühr Frankfurt am Main - Die Commerzbank will als erste deutsche Großbank eine Pauschalgebühr für Kundenberatung im Massengeschäft einführen. „Wir machen gerade über unsere Tochter Comdirect Tests für die Honorarberatung“, sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing am Donnerstag in Frankfurt am Main. „Wenn das Projekt erfolgreich ist, wollen wir im November damit an den Markt gehen.“ Honorarberater erhalten keine Provision von Produktanbietern, sondern werden von Kunden mit einem Pauschalbetrag bezahlt. Dies soll dazu führen, dass Berater Kunden passende Anlagemöglichkeiten anbieten und nicht Produkte verkaufen, an denen die Bank am meisten verdient. AFP

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