Wirtschaft : NACHRICHTEN

Jenoptik erhält Staatsbürgschaft

Berlin - Die Bundesregierung und die Länder Thüringen und Nordrhein-Westfalen greifen dem ostdeutschen Technologiekonzern Jenoptik mit einer Staatsbürgschaft unter die Arme. Eine Kreditgarantie in Höhe von 55 Millionen Euro sei vom zuständigen Bund-Länder-Ausschuss eingeräumt worden, bestätigte das Wirtschaftsministerium am Dienstag entsprechende Informationen. Mit den Hilfen wollte das Unternehmen kurzfristige Verbindlichkeiten in langfristige umwandeln. Jenoptik äußerte sich zu der Bürgschaft nicht. rtr

Weniger Autos verkauft

Berlin - Der Absatz der deutschen Premiumhersteller BMW, Audi und Mercedes bricht weiter ein. BMW hat im August weltweit fast zehn Prozent weniger Autos verkauft, seinen dramatischen Absatzrückgang damit aber gebremst. Im August hatte BMW 91 790 Autos und damit 9,7 Prozent weniger abgesetzt als im Vorjahresmonat. Bei Audi ging der Absatz im August um 2,7 Prozent auf 65 900 Fahrzeuge zurück. Für das Gesamtjahr erwarte Audi einen Einbruch um zehn Prozent, erklärte Vertriebschef Peter Schwarzbauer am Dienstag. Auch der Pkw-Absatz bei Daimler bleibt auf Talfahrt. Weltweit wurden im August mit 73 200 Pkws 13 Prozent weniger verkauft als vor einem Jahr, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Besonders herbe Einbußen von 24 Prozent gab es beim Smart. AP/dpa

Deutschland produziert weniger

Berlin - Die Produktion des verarbeitenden Gewerbes ist im Juli überraschend gesunken. Auf Monatssicht ging die Produktion preis- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent zurück, wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Zugleich wurde der Vormonatswert nach oben revidiert: Während zunächst ein leichter Rückgang um 0,1 Prozent ermittelt wurde, meldet das Ministerium jetzt einen Anstieg um 0,8 Prozent. Für das gesamte dritte Quartal sei nach wie vor mit einer Zunahme der Produktion zu rechnen. dpa

Außenhandel zieht leicht an

Wiesbaden - Deutsche Unternehmen haben im Juli erneut mehr Waren ins Ausland verkauft und damit die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung weiter genährt. Insgesamt wurden Produkte im Wert von 70,5 Milliarden Euro exportiert, also 2,3 Prozent mehr als noch im Juni, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Nach Deutschland eingeführt wurden Waren im Wert von 56,6 Milliarden Euro, ein Rückgang um 22,3 Prozent. Es bestehe „zu Euphorie weiterhin kein Anlass“, erklärte der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA). Der Export habe trotz der leichten Verbesserung noch 18,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. AFP

Frauen verdienen schlechter

Wiesbaden/Brüssel - Im deutschen Staatsdienst bekommen Frauen sieben Prozent weniger Geld als männliche Kollegen, in der Privatwirtschaft sind es sogar 23 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Ihre Angaben beziehen sich auf das vierte Quartal 2008. Nur in Zypern, den Niederlanden, der Slowakei und Estland ist der Unterschied größer, wie es in einem in Brüssel veröffentlichten Bericht heißt. Das Bundesamt teilte ebenfalls mit, dass Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden die Arbeitskosten insgesamt in Deutschland im Frühjahr nach oben getrieben haben. Binnen Jahresfrist verteuerte sich eine Stunde Arbeit – unabhängig vom Geschlecht – um 5,2 Prozent. AFP/rtr

Schweiz an der Spitze

Genf - Die Schweiz hat nach einer Studie des Weltwirtschaftsforums derzeit die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt. In der Rangfolge verbesserte sich die Schweiz von Platz zwei im vergangenen Jahr und wechselte den Platz mit den USA. Die Schweiz zeichne sich durch hohe Innovationskraft und eine hoch entwickelte Geschäftskultur aus, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Weltwirtschaftsforums, das jährlich in Davos ein Treffen von Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft veranstaltet. Deutschland nimmt wie im Vorjahr Platz sieben ein. dpa

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