Wirtschaft : NACHRICHTEN

Jeder Zweite geht krank zur Arbeit

Gütersloh - Fast jeder zweite Beschäftigte geht einer Umfrage zufolge krank zur Arbeit. Zwei Drittel tun dies vor allem aus Pflichtgefühl, wie die Bertelsmann-Stiftung in einer Studie am Mittwoch berichtet. Besonders selten bleiben demnach Singles zu Hause, wenn sie angeschlagen sind. Insgesamt gaben laut Umfrage gut 42 Prozent der abhängig und selbstständig Beschäftigten an, in den vergangenen zwölf Monaten zwei Mal oder mehr krank arbeiten gegangen zu sein. AP

Quelle bangt um Kreditlinien

Nürnberg - Das insolvente Versandunternehmen Quelle bangt um die Fortführung seiner Kreditlinien von rund 300 Millionen Euro. Die Frist für die Verlängerung laufe in der Nacht zum Donnerstag aus, sagte eine Sprecherin der Valovis-Bank. Dann müssen sich der Insolvenzverwalter und die Kreditinstitute über die weitere Finanzierung geeinigt haben. Die Valovis-Bank als Hausbank von Quelle hatte dem Versandunternehmen nach der Insolvenzanmeldung den Geldhahn zugedreht. Erst nach Zusage eines staatlichen Massekredits wurde die Finanzierung wieder aufgenommen. dpaQUELLE GMBH]

VW-Motoren laufen für Lichtblick

Salzgitter - Der Energieversorger Lichtblick und der Autobauer VW wagen sich gemeinsam auf den Energiemarkt. Die Unternehmen wollen mit Minikraftwerken für zu Hause umweltfreundliche Energie liefern. „Das ist eine echte Revolution“, sagte Lichtblick-Chef Christian Friege in Salzgitter, wo VW die Motoren für die kleinen Kraftwerke baut. Für die Installation zahlt der Kunde 5000 Euro. In den kommenden Jahren will Lichtblick 100 000 Geräte installieren und über eine Leitstelle vernetzen. Dann kann überschüssiger Strom ins Netz gespeist werden. Das Geschäft sichert bei VW 300 Jobs. dpa

Thyssen-Krupp verkauft Tochter

Düsseldorf - Der Thyssen-Krupp-Konzern treibt vor dem Hintergrund drohender Milliardenverluste seine Umstrukturierung voran und verkauft die deutsche Industrieservicesparte mit 9000 Beschäftigten. Nach Informationen aus Branchenkreisen geht die Tochter TK Industrieservice mit 430 Millionen Euro Umsatz an die Wisag-Gruppe in Frankfurt am Main. Die Unternehmen wollten die Informationen nicht kommentieren.dpa

Bahn will zwei Milliarden sparen

Berlin - Der Bahn-Aufsichtsrat hat am Mittwoch weitere Sparpläne beschlossen. In den kommenden Jahren sollten im Rahmen des Programms „React09“ zwei Milliarden Euro eingespart werden, erklärte der Konzern. Konkrete Zahlen zum Stellenabbau bei der kriselnden Güterbahn DB Schenker Rail legte die Bahn nicht fest. Die Gewerkschaften gehen von einem Abbau von bis zu 7000 Beschäftigten aus. Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte von einer „großen Zahl“ von Arbeitsplätzen gesprochen, die überzählig seien. brö

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