Wirtschaft : NACHRICHTEN

IBM verbannt Microsoft-Software

Düsseldorf - IBM hat seine 360 000 Mitarbeiter weltweit aufgefordert, von der Bürosoftware Microsoft Office auf die hauseigene Software Lotus Symphony umzusteigen. Noch ist Microsoft mit Office die dominierende Kraft bei Bürosoftware. Der Weltmarktanteil von Office liegt bei fast 90 Prozent. Microsoft Office wird bei IBM nach Informationen aus dem Unternehmen nur noch nach Genehmigung installiert. Ein IBM-Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass bis heute 330 000 Mitarbeiter Symphony installiert hätten. Es gehe nicht darum, Lizenzzahlungen an Microsoft einzusparen.Vielmehr wolle IBM sicherstellen, dass in Zukunft alle Informationen auf allen IT-Plattformen und im Internet verfügbar seien. HB

EU bietet Milliarden für Klimaschutz

Brüssel - Die EU-Kommission hat ein Angebot zur Finanzierung des Klimaschutzes in den Entwicklungsländern auf den Tisch gelegt. Nach dem Vorschlag würden die 27 EU-Staaten von den ab 2020 anfallenden Kosten jährlich bis zu 15 Milliarden Euro übernehmen. Insgesamt rechnet die Kommission mit jährlichen Kosten von 100 Milliarden Euro. Die Unterstützung der Entwicklungsländer gilt als ein entscheidender Punkt bei den Verhandlungen über das neue globale Klimaschutzabkommen, das im Dezember in Kopenhagen geschlossen werden soll. rtr

VW strafft Vertriebsnetz

Hamburg - Marktführer Volkswagen plant sein Händlernetz in den nächsten Jahren zu verkleinern. „Das Handelsnetz ist in Deutschland auf einen Gesamtmarkt von vier Millionen Fahrzeugen ausgelegt. Diese Zahl werden wir in den nächsten Jahren aber nicht erreichen“, sagte der Vertriebschef der Marke VW, Christian Klingler, dem Handelsblatt. VW will die Straffung im Vertrieb aber nicht konfrontativ vornehmen. „Gemeinsam mit dem Handel werden wir dafür Schritt für Schritt Lösungen finden, um die Kapazität der Händlernetze an das langfristige Volumen anzupassen“, sagte Klingler. Die Gespräche liefen bereits. In Deutschland hat die Marke VW 1220 Vertriebspartner.Viele davon schreiben rote Zahlen oder kommen nur auf eine geringe Rendite. Um die Effizienz zu optimieren, will Klingler das Margensystem von VW stärker an Leistungsanreizen ausrichten. HB

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