Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bei Opel fallen mehr Stellen weg

Berlin - Bei Opel werden nach der Übernahme durch den Zulieferer Magna mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren als bisher bekannt. Neben den 3000 Stellen in der Produktion sollen nach Angaben eines Magna-Sprechers 1500 Verwaltungsjobs gestrichen werden. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte am Wochenende gesagt, das sei allen Beteiligten vorher klar gewesen. Magna will zudem nach Darstellung des FDP-Politikers Dirk Pfeil einen erheblichen Anteil des deutschen Staatskredits für Opel in Russland ausgeben. „Von den 4,5 Milliarden Euro sollen nach dem Magna-Konzept über 600 Millionen Euro zur Modernisierung der russischen Automobilindustrie eingesetzt werden“, sagte Pfeil der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Pfeil hatte als Mitglied im Treuhandbeirat seine Stimme für den Opel- Verkauf an Magna verweigert. rtr/dpa

Telekom erwägt Offerte für Sprint

Frankfurt am Main - Die Deutsche Telekom hat einem Bericht zufolge ein Auge auf den drittgrößten US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel geworfen. Der Bonner Konzern erwäge eine Übernahmeofferte für Sprint Nextel, berichtet die britische Zeitung „Sunday Telegraph“. Die Deutsche Bank sei von der Telekom als Berater für eine mögliche Übernahme der an der Börse rund elf Milliarden Dollar schweren Sprint Nextel auserkoren worden. Die Deutsche Telekom lehnte am Sonntag einen Kommentar ab. Sprint Nextel hatte im zweiten Quartal angesichts anhaltend sinkender Kundenzahlen einen Verlust von 384 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz war um mehr als zehn Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar gefallen. rtr

Selbstmorde bei France Télécom

Paris - Eine Serie von Selbstmorden erschüttert den französischen Telekommunikationskonzern France Télécom. In den vergangenen 18 Monaten nahmen sich nach Gewerkschaftsangaben 23 Beschäftigte das Leben. Zuletzt stürzte sich am Freitag eine 32-Jährige während der Arbeit aus dem Fenster. „Ich bin tief getroffen, das ist schrecklich“, sagte Personalchef Olivier Barberot der Zeitung „Journal du Dimanche“. Soweit es die Schweigepflicht erlaubt, sollten Betriebsärzte künftig psychisch labile Mitarbeiter melden. Die Gewerkschaften führen einen Teil der Selbstmorde auf die Arbeitsbedingungen und den Konzernumbau zurück. 22 000 Stellen wurden abgebaut und 7000 Mitarbeiter versetzt. dpa

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