Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bundesbank hortet Goldschatz

Frankfurt am Main - Die Bundesbank wird sich in den kommenden zwölf Monaten mit größeren Goldverkäufen zurückhalten. Eine Sprecherin bestätigte am Freitag, dass die deutsche Notenbank im ersten Jahr des gerade erst erneuerten Goldabkommens der Zentralbanken lediglich rund 6,5 Tonnen Gold an das Finanzministerium veräußern werde. Ansonsten seien keine Verkäufe aus den Goldreserven geplant. Die Bundesbank verfügt über rund 3400 Tonnen Gold und damit über die zweitgrößten Goldreserven der Welt nach den USA. rtr

Autoexperten: Russland wächst bald

Frankfurt am Main - Nach dem beispiellosen Absatzeinbruch in diesem Jahr wird der russische Automarkt nach Expertenmeinung bald wieder zu den dynamischsten der Welt zählen. „Die aktuellen Zahlen sind dramatisch. Sie ändern aber nichts an dem Grundsatz, dass Russland zu den größten Wachstumsmärkten der Zukunft gehören wird“, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Klaus Mangold, am Freitag auf der IAA. Nach Schätzungen der Unternehmensberatung Roland Berger wird sich der Autoabsatz bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts auf 3,6 Millionen Stück mehr als verdoppeln. Für 2009 erwarten Branchenkenner ein Marktvolumen von lediglich 1,4 Millionen Fahrzeugen, 2008 waren in Russland 2,9 Millionen Neuwagen verkauft worden. dpa

Scholz: 100 000 Arbeitslose weniger

Berlin - Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) rechnet aktuell mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. „Es sieht danach aus, dass wir für September über 100 000 Arbeitslose weniger zählen als im Vormonat – trotz der schweren Wirtschaftskrise, entgegen allen düsteren Prognosen“, sagte Scholz am Freitag. Die Einschätzung fällt positiver als jene von Volkswirten der Banken aus, die für September nur von einem abgeschwächten Herbstaufschwung am Arbeitsmarkt ausgehen und für September lediglich 80 000 Arbeitslose weniger erwarten. Im August waren 3,472 Millionen Menschen erwerbslos gemeldet. dpa

Werftarbeiter auf der Straße

Emden/Rostock - Werftarbeiter an Ost- und Nordsee haben am Freitag gegen Lohnkürzungen und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Knapp 2000 Menschen gingen in Emden auf die Straße und verlangten den Erhalt des Schiffsbaus bei den Nordseewerken. „Wir wollen nicht zulassen, dass eine über hundertjährige Tradition aus kurzfristigen Überlegungen der TKMS ein Ende findet“, sagte Karl-Heinz Benner von der IG Metall. Die Thyssen-Krupp Marine Systems, zu denen auch die Werften Blohm&Voss in Hamburg und HDW in Kiel gehören, wollen sich von der Emder Werft trennen. Für Montag ist die wohl entscheidende Aufsichtsratssitzung anberaumt. dpa

Flaute am Bau hält an

Wiesbaden/Berlin - Das deutsche Baugewerbe steckt weiter in der Krise. Trotz der staatlichen Konjunkturspritzen für öffentliche Vorhaben lagen die Auftragseingänge im Juli um Inflationseffekte bereinigt um 8,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit hat sich der Abschwung wieder etwas verstärkt: Im Juni hatten die Auftragseingänge „nur“ um 7,0 Prozent im Minus gelegen. dpa

Kupfer- Suche in der Lausitz startet

Spremberg - Mit der symbolischen Inbetriebnahme einer Bohranlage hat am Freitag die Erkundung der Lausitzer Kupfervorkommen begonnen. Die Kupferschiefer Lausitz GmbH (KSL), eine hundertprozentige Tochter der internationalen Bergbaugesellschaft Minera, die auf Erkundung und Abbau von Erzen spezialisiert ist, wird drei Probebohrungen vornehmen, die je drei Monate dauern und zwei Millionen Euro kosten. Sollte sich bestätigen, dass, wie zu DDR-Zeiten erforscht, größere Mengen Kupfer vorhanden sind, will die KSL 2015 mit der Förderung beginnen und 700 Jobs schaffen. das

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