Wirtschaft : NACHRICHTEN

Niedersachsen hängt am Namen VW

Hannover - Das Land Niedersachsen als zweitgrößter VW-Aktionär hat sich gegen eine Umbenennung des Volkswagen-Konzerns im Zuge der Integration von Porsche ausgesprochen. „Die Landesregierung ist mit dem Namen Volkswagen AG sehr zufrieden“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Er erinnerte daran, wie die einstige Umbenennung in VAG später rückgängig gemacht worden sei. Im Zuge der Integration von Porsche gibt es bei VW Überlegungen, den Konzern umzubenennen. Unter anderem gilt der Traditionsname Auto-Union als eine Option, die VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ins Spiel gebracht hat. dpa

Flugzeuge sollen sauberer werden

Brüssel - Die Europäische Union will die Schifffahrt und den Luftverkehr in die Bemühungen zum Klimaschutz einbeziehen. Ein Vorschlag der EU sieht vor, dass beide Branchen ihren Kohlendioxidausstoß in den nächsten zehn Jahren um 10 bis 20 Prozent unter das Niveau von 2005 drücken sollen. Nach Angaben von EU-Diplomaten könnte dieses Projekt mit einer Steuer auf den Treibstoff verbunden werden. Die daraus stammenden Einnahmen sollen eingesetzt werden, um armen Ländern bei der Überwindung der Folgen des Klimawandels zu helfen. Derzeit wird über ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verhandelt, das Ende 2012 ausläuft und in das Luft- und Schifffahrt nicht einbezogen sind. rtr

WTO stützt die Baukonjunktur

Genf - Die Welthandelsorganisation (WTO) kann ihren Sitz in Genf ausbauen. Das Vorhaben wurde am Sonntag von den Genfern in einer Volksabstimmung angenommen. Bundes-, Kantons- und auch Stadtbehörden hatten sich für das Projekt eingesetzt. In ihren Augen wäre eine Ablehnung des Vorhabens ein negatives Signal für die Zukunft Genfs als Standort internationaler Organisationen gewesen. Sie befürchteten zudem den Wegzug der WTO in ein anderes Land. Die Kosten für den Ausbau des WTO-Sitzes aus dem Jahr 1926 werden mit umgerechnet 85,8 Millionen Euro veranschlagt. Das Zentrum soll neben den bestehenden 800 Angestellten weiteren 300 Beschäftigten Platz bieten. AP

Großbritannien plant Boni-Gesetz

London - Nach dem Weltfinanzgipfel vorige Woche hat der britische Premier Gordon Brown ein Gesetz zur Beschneidung von Banker-Boni angekündigt. „Genug ist genug“, sagte Brown am Sonntag in der BBC. Er werde nicht zuschauen, wie Bankmanager in schlechte Gewohnheiten zurückfielen. Die Vorschläge sollen Teil der Thronrede sein, mit der die Königin traditionell im November die Parlamentssaison eröffnet. dpa

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