Wirtschaft : NACHRICHTEN

Arbeitskräfte gesucht

Berlin/Nürnberg - Die Unternehmen fragen erstmals seit 15 Monaten wieder mehr Arbeitskräfte nach. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) stieg im September. Trotz des leichten Aufwärtstrends sei der Bedarf an neuen Mitarbeitern aber immer noch so gering wie im Sommer 2005. Die BA rechnet deshalb in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Den hat bislang der massive Einsatz von Kurzarbeit verhindert, die sich viele Unternehmen bei anhaltender Auftragsflaute aber voraussichtlich nicht mehr lange leisten können. Die aktuelle Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Bundesagentur am heutigen Mittwoch. dpa/rtr

Preise in Berlin fallen

Berlin - Die Jahresteuerungsrate in Berlin ist im September den fünften Monat in Folge gesunken. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat betrug 0,4 Prozent, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. Den Statistikern zufolge verstärkte sich der jährliche Preisrückgang gegenüber August um 0,2 Punkte. Dies sei vor allem auf die Preisentwicklung bei Kraftstoffen und Haushaltsenergie, insbesondere Heizöl zurückzuführen. Teurer als im September 2008 waren Schuhe, Tabakwaren, Zeitungen, Bücher, Schreibwaren und Pauschalreisen sowie Wohnungsnebenkosten und Nettokaltmieten. ddp

Werften sind von Krise getroffen

Hamburg - Die IG Metall hat vor drastischen Auswirkungen der Krise auf den Schiffbau in Deutschland gewarnt. Nach einer Umfrage der Gewerkschaft sind nur noch 17 500 Menschen direkt auf Werften beschäftigt, 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. „Auf den Werften arbeiten jetzt so wenig Menschen wie nie zuvor“, sagte die norddeutsche IG-Metall-Chefin Jutta Blankau. Sie forderte Industrie und Politik auf, alles zu tun, um einen weiteren Verlust von Standorten zu verhindern. Die Existenz der Branche sei gefährdet. Trotz des massiven Beschäftigungsabbaus arbeiten auf den Werften laut der Umfrage immer noch mehr als 1800 Leiharbeitskräfte. yss

OECD will  Armutsrisiko senken

Paris - Die Arbeitsminister der OECD-Länder haben am Dienstag „wirkungsvolle Sicherheitsnetze“ für Arbeitslose gefordert, „um das Armutsrisiko so gering wie möglich zu halten“. Die aktive Arbeitsmarktpolitik für von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohte Menschen sollte aufgestockt werden. Wegen der Bevölkerungsalterung solle man dabei die Beschäftigung älterer Arbeitskräfte weiter fördern, erklärten die Minister. Die Arbeitslosenquote könne sich im OECD-Raum bis Ende 2010 der Zehn-Prozent-Marke nähern. Das seien 25 Millionen Arbeitslose mehr als vor der Krise. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben