Wirtschaft : NACHRICHTEN

Banken wollen Milliarden

Düsseldorf - Die deutsche Finanzbranche stellt an die pleitegegangene US-Investmentbank Lehman Brothers Forderungen in Höhe von 50 Milliarden Dollar. Das geht aus den Aufstellungen des Forderungsverwalters Epiq Systems hervor, die dem „Handelsblatt“ vorliegen. Den größten Posten aus der Insolvenzmasse der Amerikaner verlangt der Bundesverband Deutscher Banken (BdB). Er hat mehr als 25,7 Milliarden Dollar angemeldet. Nach Informationen aus Finanzkreisen handelt es sich dabei um Forderungen institutioneller Investoren. HB

Mehr Korruption in Privatwirtschaft   

Wiesbaden - Im Krisenjahr 2008 hat die Korruption in der deutschen Privatwirtschaft nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) zugenommen. Stark zurückgegangen sei aber die Zahl der bekanntgewordenen Bestechungsfälle in Amtsstuben, teilte das BKA am Dienstag mit. Insgesamt ermittelte die Polizei im vergangenen Jahr in 1808 Korruptionsverfahren, 13 Prozent mehr als 2007. Die Zahl der Straftaten sank dabei um 10 Prozent auf 8569 Fälle. Die Ermittler gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus. dpa

Deutsche sorgen sich um ihre Arbeit

Bilbao - Mehr als jeder zweite Deutsche fürchtet laut einer EU-Studie in der Wirtschaftskrise ungünstigere Arbeitsbedingungen. Eine Verschlechterung erwarten 57 Prozent der Bundesbürger, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz hervorgeht. Im EU-Schnitt fürchten sogar 61 Prozent, dass die Krise für ihre Arbeit nicht folgenlos bleibt. Vor allem Deutsche mit niedrigeren Bildungsabschlüssen fürchten der Studie zufolge eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen (69 Prozent). AFP

Französischer Manager als Geisel

Semoy - Aus Wut über die Schließung ihres Werkes haben Arbeiter einer französischen Chemiefabrik ihren Chef als Geisel genommen. Der neue Fall von „Bossnapping“ ereignete sich bei Semoy südlich von Paris. Der Chef der Rohm and Haas-Fabrik, Christian Siest, war am Montagnachmittag in sein Büro gesperrt worden. Erst am Dienstagmorgen wurde er wieder freigelassen, wie ein Belegschaftssprecher erklärte. AP

Klage gegen Conergy zurückgezogen

Düsseldorf - Der US-Konzern MEMC hat seine Klage gegen das Solarunternehmen Conergy zurückgezogen. Das teilten die Anwälte des amerikanischen Siliziumherstellers in einem Schreiben an ein New Yorker Bezirksgericht mit, das dem Handelsblatt vorliegt. Den Klagerückzug werten Beobachter als positives Zeichen für Conergy. Damit werde ein hohes wirtschaftliches Risiko von der angeschlagenen Conergy AG genommen. MEMC hatte Conergy im August auf die Erfüllung eines Liefervertrags verklagt und dabei eine Vorauszahlung von 51,15 Millionen Dollar sowie eine Bürgschaft von 119 Millionen Dollar verlangt. HB

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben