Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bundesbank leitet Bankenaufsicht

Berlin - Die Bankenaufsicht in Deutschland wird künftig unter dem Dach der Deutschen Bundesbank konzentriert. Darauf haben sich Union und FDP am Mittwoch in Berlin im Grundsatz verständigt. Wie Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) und FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms weiter mitteilten, bleibe die Unabhängigkeit der Bundesbank gewahrt. Offen sei noch, ob auch die Versicherungsaufsicht darunter fällt. Damit haben Union und FDP zum Auftakt ihrer Verhandlungen über Steuersenkungen und Haushaltssanierungen ein erstes Ergebnis erzielt. dpa

Millionen-Bußgeld gegen Kartell

Brüssel - Die EU-Kommission hat eine Kartellstrafe in Höhe von 67,6 Millionen Euro gegen mehrere Transformatoren-Hersteller verhängt. Der größte Anteil des Bußgelds entfällt auf das Schweizer Unternehmen ABB, das nach der Entscheidung vom Mittwoch 33,75 Millionen Euro zahlen muss. Der deutsche Siemens-Konzern entging der Strafe dank einer Kronzeugenregelung, weil er der Kommission Informationen über das Kartell lieferte. Beteiligt waren außerdem Areva, Alstom, T&D, Fuji Electrics und Toshiba. Die Kommission wirft den sieben Unternehmen vor, von 1999 bis 2003 Absprachen zur Aufteilung der Märkte für Leistungstransformatoren getroffen zu haben. AP

Wenig Geld für Sozialwissenschaftler Nürnberg - Geistes- und Kulturwissenschaftler werden nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern meist schlechter bezahlt als andere Akademiker. Auch Sozialwissenschaftler müssten sich mit geringeren Gehältern als etwa Naturwissenschaftler zufriedengeben, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Das monatliche Nettogehalt von Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaftlern liege im Schnitt bei 2300 Euro; Absolventen anderer Fachrichtungen kämen dagegen im Schnitt auf 2600 Euro, berichtete das IAB. dpa

Deutsche Gehälter steigen

Wiesbaden - Im kommenden Jahr wollen die Unternehmen in Deutschland die Gehälter um durchschnittlich 2,5 Prozent erhöhen. Zu diesem Schluss kommt die Personalberatung Hewitt in einer am Mittwoch vorgestellten Studie, an der sich im Inland 123 Firmen beteiligt haben. Mit den höchsten Zuwächsen dürfen die Topmanager rechnen. Ihre Löhne sollen im Schnitt um 2,6 Prozent zulegen, dicht gefolgt vom mittleren Management und Spezialisten. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar