Wirtschaft : NACHRICHTEN

Tui steigt groß bei Air Berlin ein

London/Hamburg - Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui übernimmt im Rahmen einer Kapitalerhöhung knapp ein Zehntel der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin. Über seine Tochter Tui Travel beteilige sich der Konzern, wie im September vereinbart, mit 9,9 Prozent, teilte Air Berlin am Mittwochabend mit. Damit werde Tui Travel zweitgrößter Einzelaktionär. Air Berlin sollen 33,5 Millionen Euro zufließen. Operativ arbeiten die beiden Unternehmen bereits zusammen. Zum Winterflugplan 2009/2010 integriert Air Berlin das City-Flug-Geschäft von Tui Fly. Air Berlin verstärkt damit eigenen Angaben zufolge ihre Präsenz auf den Märkten Köln, Stuttgart und Italien. ddp

Ackermann entlastet

Frankfurt am Main - In der Spitzelaffäre der Deutschen Bank müssen Vorstandschef Josef Ackermann und Aufsichtsratschef Clemens Börsig keine Strafverfahren fürchten. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt lehnte am Donnerstag die Einleitung von Ermittlungen gegen die oberste Führungsriege des Instituts ab. Gleichwohl hat die vor rund einem halben Jahr bekannt gewordene Ausspähung eines kritischen Aktionärs nach Auffassung der Strafverfolger vermutlich gegen den Datenschutz verstoßen. Ermittelt wird daher nur gegen die unmittelbar Beteiligten und deren Auftraggeber, wie aus der Mitteilung hervorgeht. rtr

Kartellwächter überprüfen IBM

Washington - US-Wettbewerbshüter prüfen, ob der Computerkonzern IBM seine Dominanz auf dem Markt für Großrechner missbraucht hat. Das Justizministerium hole derzeit Informationen über die Geschäftspraktiken ein, berichtete die „New York Times“ am Donnerstag. Der Industrieverband Computer and Communications Industry Association (CCIA), dem auch Microsoft und Oracle angehören, hatte sich beschwert, dass IBM seine Software für Großrechner nicht an andere Unternehmen lizenziere und damit den Wettbewerb behindere. dpa

London kostet Landesbank viel Geld

Hamburg - Die Londoner Niederlassung der HSH Nordbank hat ihrer Muttergesellschaft einen Schaden von 500 Millionen Euro eingetragen. Entsprechende Berichte verschiedener Medien wurden am Donnerstag aus Finanzkreisen bestätigt. Verwickelt in den Fall ist derselbe ehemalige Mitarbeiter der Bank, der möglicherweise weitaus geringere Summen in dunkle Kanäle geleitet hat und deshalb bereits zum Ziel polizeilicher Ermittlungen wurde. Die Bank selbst wollte den Vorgang nicht kommentieren. dpa

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