Wirtschaft : NACHRICHTEN

Karmann läuft die Zeit davon

Osnabrück - Die Fortführung des insolventen Cabrio-Spezialisten Karmann ist in Gefahr. Möglicherweise drohe zum Jahresende oder schon früher das Aus, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Donnerstag. Zwar würden mit vielen potenziellen Investoren intensive Gespräche geführt, bislang aber ohne Ergebnis. „Irgendwann wird es zu einem finanziellen Engpass kommen, wenn es keine weiteren Aufträge gibt“, betonte er. Je mehr Zeit vergehe, desto schwerer werde die Fortführung des Unternehmens. Karmann brauche jetzt Aufträge, nicht erst 2012, sagte er mit Blick auf Spekulationen zu einem möglichen VW-Auftrag zu diesem Zeitpunkt. dpa

IT-Branche zeigt mehr Zuversicht

Berlin - Die Stimmung bei wissensintensiven Dienstleistern und IT-Experten hat sich einer Studie zufolge im dritten Quartal deutlich aufgehellt. Ein entsprechender Indikator stieg um 5,6 Punkte auf 54,7 Zähler und damit erstmals in diesem Jahr über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Donnerstag mitteilten. Das Erwartungsbarometer stieg auf 62,1 Punkte. „Dieser Wert macht deutlich, dass die Unternehmen in Bezug auf ihre Geschäftslage im vierten Quartal 2009 optimistisch sind“, sagte ZEW-Expertin Miruna Sarbu. rtr

Heimische Produktion zieht an

Berlin - Die deutschen Unternehmen haben wieder mehr zu tun: Die weltweite Konjunkturbelebung und staatliche Hilfen kurbelten die Produktion im August um 1,7 Prozent an. Das war der zweitgrößte Zuwachs in den zurückliegenden zwölf Monaten, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Im Juli hatten Industrie, Baugewerbe und Energieerzeuger ihre Produktion noch um 1,1 Prozent gedrosselt. Experten erwarten nun für die zweite Jahreshälfte eine deutliche Konjunkturerholung. rtr

Frauen in Deutschland benachteiligt

Brüssel - Deutschland soll beim Kündigungsschutz für Frauen nachbessern. Wegen unzureichender Umsetzung der EU- Regeln gegen Diskriminierung verschärfte die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel ein Verfahren gegen die Bundesregierung. So könne sich etwa eine schwangere Frau bei einer Kündigung nicht ohne Weiteres auf das hohe europäische Schutzniveau berufen, hieß es in der Kommission. Bessert die Regierung nicht nach, droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).AFP

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