Wirtschaft : NACHRICHTEN

Abitur schützt nicht vor Job-Verlust

Berlin - Ein hohes Bildungsniveau schützt nicht mehr vor Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil sind immer mehr Menschen mit Fach- und Hochschulreife in der aktuellen Wirtschaftskrise ohne Erwerbsarbeit. Ihre Zahl nahm innerhalb eines Jahres sprunghaft um fast 25 Prozent zu, wie eine am Montag veröffentlichte Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ergab. Der Zuwachs bei Arbeitslosen mit Hauptschulzeugnis (10,8 Prozent) und Mittlerer Reife (5,4) fiel dagegen weit geringer aus. In der Gruppe der Menschen ohne Schulabschluss stieg die Arbeitslosigkeit im selben Zeitraum um 5,5 Prozent. Insgesamt waren laut DGB im August rund 480 000 Menschen mit den höchst erreichbaren Schulabschlüssen ohne Arbeit – nur noch 30 000 weniger als bei der Gruppe der Erwerbslosen ohne jeden Abschluss. dpa

Deutsche wollen weniger sparen

Berlin - Die Deutschen wollen angesichts niedriger Zinsen und hoher Rabatte von Einzelhändlern weniger sparen. Jeder Dritte plane, in den kommenden sechs Monaten weniger Geld für später aufzuheben, teilten die Marktforscher der Nürnberger GfK am Montag mit. Mehr sparen wollten dagegen nur 16 Prozent. „Viele Konsumenten investieren lieber in konkrete Anschaffungen, als Geld auf die hohe Kante zu legen“, schrieben die Experten. Dieser Effekt werde durch das niedrige Zinsniveau und das fehlende Vertrauen in die Finanzmärkte verstärkt. Dazu kämen die vom Handel angebotenen Preisnachlässe. rtr

Beirat stimmt Frequenzauktion zu

Bonn - Der Beirat der Bundesnetzagentur hat grünes Licht für die geplante Auktion von Mobilfunkfrequenzen im kommenden Jahr gegeben. Das Gremium habe sich einstimmig für die Versteigerung des Frequenzpakets von 360 Megahertz ausgesprochen, hieß es in einer Mitteilung. Zu dem Frequenzpaket gehört unter anderem auch die sogenannte Digitale Dividende – ehemalige Rundfunkfrequenzen im Bereich von 800 Megahertz, die eine wichtige Rolle bei der Breitbandversorgung in der Fläche spielen sollen. Im nächsten Schritt wird nun das Präsidium der Netzagentur über die Pläne entscheiden. Der Beirat der Bundesnetzagentur setzt sich aus je 16 Mitgliedern des Bundestages und Vertretern der Länder zusammen und muss bei bestimmten Entscheidungen konsultiert werden. dpa

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