Wirtschaft : NACHRICHTEN

Intel macht Technologiebranche Mut

San Francisco - Der weltgrößte Chiphersteller Intel verdient dank einer stärkeren Nachfrage nach Computern glänzend und macht damit der gesamten Technologiebranche Hoffnung. Zudem überraschte der US-Konzern mit einem optimistischen Ausblick. Computer- und Technologietitel weltweit verbuchten daraufhin am Mittwoch Kursgewinne. Intel-Chef Paul Otellini zufolge haben vor allem die Computerkäufe von Privatkunden die Nachfrage im dritten Quartal angekurbelt. Ob auch wieder bei den Geschäftskunden das Geld lockerer sitzt, wird sich mit dem bevorstehenden Start des neuen Microsoft-Betriebssystems „Windows 7“ zeigen. „Das kann durchaus Impulse für unser Geschäft geben“, sagte Intel-Deutschlandchef Hannes Schwaderer. Intel verdiente im dritten Quartal 1,9 Milliarden Dollar nach 2,01 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Der Umsatz ging zwar um 7,8 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar zurück, fiel aber immer noch deutlich besser aus als von Analysten erwartet. rtr

Ford ruft 4,5 Millionen Autos zurück

New York - Ein kleiner Schalter beschert dem US-Autobauer Ford die größte Rückrufaktion seiner Geschichte. Weil ein defekter Geschwindigkeitsregler Feuer auslösen kann, muss der Hersteller in den USA nochmals 4,5 Millionen ältere Modelle zurückrufen. Von dem defekten Tempomat-Schalter sind damit nach mehreren Warnungen seit 1999 insgesamt rund 16 Millionen Fahrzeuge betroffen, mehr als bei jedem anderen Rückruf von Ford. Die neue Aktion betreffe nur Nordamerika, sagte ein Sprecher. dpa

Lada-Hersteller vor der Insolvenz

Sobinka - Der Lada-Hersteller Avtovaz steht am Abgrund. Trotz riesiger Kapitalspritzen sei der größte Autobauer des Landes am Rande der Insolvenz, erklärte am Mittwoch der Chef der staatlichen Buchprüfungskammer, Sergej Stepaschin. Nun müsse über das Schicksal des Konzerns entschieden werden, fügte er hinzu. Seine Kammer prüft alle Firmen, die Staatsgelder erhalten. Avtovaz kämpft mit einem drastischen Nachfrageeinbruch in Russland und hat bereits Gehälter gekürzt, Kurzarbeit eingeführt sowie im großen Stil Stellen abgebaut. rtr

Jetzt wird nicht mehr abgewrackt

Eschborn - Sechs Wochen nach dem Auslaufen der Abwrackprämie ist auch die Warteliste für Nachrücker ausgeschöpft. Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) am Mittwoch mitteilte, ist die zusätzlich eingerichtete Warteliste für 15 000 weitere Antragsteller nun gefüllt. Das Online-Reservierungsportal wurde daher abgeschaltet. „Es können keine weiteren Reservierungen mehr angenommen werden“, teilte das Bundesamt mit. Fünf Milliarden Euro wurden ausgereicht. dpa

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