Wirtschaft : NACHRICHTEN

Postbank sperrt Datenzugriff

Bonn - Nach dem Vorwurf des Datenmissbrauchs hat die Postbank am Dienstag ihren freien Handelsvertretern den Zugriff auf Daten der Girokonten ihrer Kunden gesperrt. Der Zugriff werde vorsorglich verwehrt, bis eine endgültige Klärung der Rechtslage mit der zuständigen Datenschutzstelle herbeigeführt sei, sagte ein Postbank-Sprecher. Zudem solle das geltende Zugriffs- und Berechtigungskonzept noch einmal überprüft und wenn nötig nachgebessert werden. Die Stiftung Warentest hatte berichtet, mit der Datenweitergabe an die Vertreter habe die Bank systematisch gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen. dpa

Sparkassen-Kreditverkauf rechtens

Frankfurt - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den Weiterverkauf fauler Kredite durch eine Sparkasse für rechtens erklärt. Das Bankgeheimnis stehe der Abtretung von Forderungen auch dann nicht entgegen, wenn es sich bei dem Kreditgeber um ein öffentlich-rechtliches Institut handele, urteilte der BGH. Im konkreten Fall hatte die Sparkasse den Hypothekenkredit gekündigt und im Paket mit anderen verkauft, nachdem es zu Schwierigkeiten bei der Rückzahlung gekommen war. Der Kunde setzte sich dagegen juristisch zur Wehr und berief sich auch auf das strafrechtliche Verbot der Verletzung von Privatgeheimnissen durch Amtsträger. rtr

Reiseveranstalter senkt Preise

Köln/Palma de Mallorca - Der Pauschalreiseanbieter Rewe, mit den Marken ITS, Tjaereborg und Jahn Reisen, hat den Rivalen Thomas Cook als Branchenzweiten in Deutschland abgelöst. Rewe Touristik will der Konkurrenz auch weiterhin mit Kampfpreisen Marktanteile abnehmen, die Preise sollen im Sommer 2010 um durchschnittlich sechs Prozent sinken, teilte das Unternehmen mit. In dem Ende Oktober endenden Jahr 2008/09 steigerte die Pauschalreisesparte ihre Erlöse um sechs Prozent. Damit dürfte sich der in Deutschland erzielte Umsatz von Rewe Touristik auf knapp drei Milliarden Euro erhöht haben. Die Buchungen für die aktuelle Wintersaison seien mit Minus 2,4 Prozent schleppend angelaufen. dpa/rtr

Allianz gegen Produktpiraterie

Wien - SAP und Nokia gründen gemeinsam mit Giesecke & Devrient ein Gemeinschaftsunternehmen gegen Produktpiraterie. Original 1 soll noch in diesem Jahr an den Start gehen, teilten die Unternehmen in Wien mit. Die drei Partner teilen sich die Investitionskosten. SAP und Nokia schultern je 40 Prozent, der Rest entfällt auf den Sicherheits-Dienstleister und Banknoten-Drucker Giesecke. Ziel des Unternehmens ist es, den Weg eines Markenproduktes entlang der gesamte Produktions- und Lieferkette mit fälschungssicheren Produktcodes zu verfolgen und seine Echtheit zu garantieren. Somit sollen Fälschungen, die nicht auf Anhieb als solche erkennbar sind, vom Markt verdrängt werden. dpa

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