Wirtschaft : NACHRICHTEN

Kartellamtschef Heitzer wird Wirtschafts-Staatssekretär

Berlin - Der Präsident des Bundeskartellamtes, Bernhard Heitzer, wird einem Zeitungsbericht zufolge Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Ressortchef Rainer Brüderle (FDP) sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den Personalvorschlag informiert. Am Mittwoch soll das Kabinett Heitzers Ernennung offiziell bestätigen. Heitzer ist seit dem Frühjahr 2007 oberster Wettbewerbshüter. Brüderle sagte, die Berufung sei eine Entscheidung mit programmatischem Hintergrund: Sie stehe für die Bedeutung des Wettbewerbsgedankens in der Politik der neuen Bundesregierung, er wolle damit inhaltlich ein klares Zeichen setzen. Heitzer soll im Wirtschaftsministerium den Staatssekretär Walther Otremba ersetzen, der ins Finanzministerium zurückgekehrt ist. rtr

Kolbenschmidt legt Werk still

Hamburg - Der Autozulieferer Kolbenschmidt hat ein halbes Jahr nach der ersten Ankündigung sein Kolbenwerk in Hamburg geschlossen. Knapp 150 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz. Die IG Metall und der Betriebsrat reagierten am Montag empört auf eine „überfallartige Stilllegung“ des Hamburger Werks der KS Kolbenschmidt GmbH. Der Betrieb sei über Nacht abgeriegelt worden, der Zugang für Beschäftigte und Betriebsrat versperrt. Kolbenschmidt habe mit dem Abbau von Maschinen begonnen. „Der Umgang mit den Beschäftigten und ihren Vertretern ist ein Skandal“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Ibrahim Solak. Er forderte Verhandlungen über einen Sozialplan. Dazu erklärte die zum Rheinmetall-Konzern gehörende Muttergesellschaft Kolbenschmidt Pierburg, das Unternehmen werde kurzfristig erste Bereiche der norddeutschen Produktion nach Neckarsulm verlagern. dpa

160 Milliarden für Aufbau Ost

Frankfurt am Main - Die bundeseigene Förderbank KfW hat den Aufbau Ost in den vergangenen beiden Jahrzehnten mit Krediten in dreistelliger Milliardenhöhe finanziert. Insgesamt habe die staatliche Bankengruppe seit November 1989 Darlehen von 161,5 Milliarden Euro etwa für Unternehmensgründungen oder Gebäudesanierungen vergeben, teilte die KfW mit. Davon seien allein 82 Milliarden Euro in Form zinsgünstiger Kredite für Existenzgründungen und Investitionen mittelständischer Unternehmen ausgezahlt worden. Die Sanierung des Wohnungsbestandes und die energietechnische Modernisierung Ostdeutschlands finanzierte die KfW bislang mit rund 60 Milliarden Euro. Rund 61 Prozent aller Wohnungen in den neuen Bundesländern seien seit der Wende mit KfW-Mitteln saniert worden. AFP

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