Wirtschaft : NACHRICHTEN

DIW fordert geprüfte Finanzberatung

Berlin - Immer mehr Information reicht beim Verbraucherschutz nicht aus. Das sagt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Experten fordern die neue Bundesregierung dazu auf, nicht darauf zu setzen, dass der Bürger nur ausreichend informiert werden muss, um rational über komplizierte Angelegenheiten wie die Altersvorsorge zu urteilen. Als Laie sei der Konsument in vielen finanziellen Fragen gar nicht dazu in der Lage, eine fundierte Entscheidung zu treffen, sagte DIW-Abteilungsleiter Christian Wey in Berlin. Das DIW fordert Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) dazu auf, durch eine staatliche Regulierung der Produkte und durch die Zertifizierung der Beratung das in der Finanzkrise verloren gegangene Vertrauen der Bevölkerung in die Finanzindustrie wiederherzustellen.mco

BP darf im Irak Öl fördern

Bagdad - Der erste große Öl-Fördervertrag seit der US-Invasion im Irak ist perfekt: Der britische Multi BP und sein chinesischer Partner CNPC unterzeichneten am Dienstag den Vertrag zur Erschließung des Ölfeldes Rumaila – eines der größten potenziellen Fördergebiete der Welt. Der auf 20 Jahre ausgelegte Vertrag für das Gebiet im Südirak ist der Auftakt einer Reihe von geplanten Abschlüssen, mit denen sich der Golfstaat wieder in die erste Liga der Ölförderstaaten katapultieren will. Derzeit ist das Land auf Rang elf der ölproduzierenden Staaten, die Regierung in Bagdad strebt Platz drei an. Die Ölreserven in dem Fördergebiet werden auf insgesamt 17 Milliarden Barrel taxiert – sie wären damit größer als die Algeriens. rtr

Deutsche fahren am liebsten Auto

Berlin - Trotz steigender Spritpreise fahren die Deutschen am liebsten mit dem Auto zur Arbeit. Fast jeder zweite Berufstätige benutzte 2008 den Wagen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Damit habe sich in den vergangenen zwölf Jahren trotz gegenteiliger Appelle kein Wandel hin zu anderen Verkehrsmitteln durchsetzen können. In der Gunst der Deutschen gefallen sei seit 1996 der öffentliche Personennahverkehr, den nur noch gut jeder Zehnte nutze. Zugleich mussten die Deutschen längere Wege zur Arbeit in Kauf nehmen. rtr

In der Krise fehlen Gründer

Mannheim - Die Zahl der neu gegründeten Unternehmen hat 2008 einen Tiefstand erreicht. Nach einer Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) entstanden im vergangenen Jahr 206 000 neue Firmen – der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Rückgang rund sieben Prozent. Dies teilte das ZEW am Dienstag mit. Am stärksten betroffen waren der Bausektor und der Handel. Dort lagen die Rückgänge bei 15 Prozent beziehungsweise elf Prozent. Im Maschinenbau sowie in der Mess- und Steuerungstechnik hatten dagegen noch mehr Menschen den Mut zur Selbstständigkeit. Als Grund für den deutlichen Rückgang nennt das ZEW das schlechte konjunkturelle Umfeld.dpa

Chemieindustrie kommt voran

Frankfurt am Main - Nach einem dramatischen Konjunktureinbruch geht es für die deutsche Chemieindustrie wieder aufwärts. Im dritten Quartal wurden Umsätze in Höhe von 35 Milliarden Euro erzielt. Dies bedeutet saisonbereinigt einen Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lagen die Erlöse aber noch 15 Prozent im Minus. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband unverändert mit einem Umsatzrückgang von zwölf Prozent. dpa

Otis-Mitarbeiter streiken in Berlin

Berlin - Beschäftigte des Fahrstuhlherstellers Otis protestieren am heutigen Mittwoch in Berlin für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und gegen die geplante Ausgliederung von Konzernbereichen. Die Protestaktionen finden parallel zu der Sitzung des Aufsichtsrats statt. Die Gewerkschaft rechnet mit rund 800 Protestteilnehmern. ddp

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