Wirtschaft : NACHRICHTEN

Russland hemmt den Welthandel

Brüssel - Argentinien und Russland sind 2009 nach Angaben der EU-Kommission Spitzenreiter bei Handelshemmnissen. Dies geht aus einer Liste von „protektionistischen Maßnahmen“ im Welthandel hervor, die die Kommission am Freitag in Brüssel veröffentlichte. Russland führt die Negativliste mit zehn beschlossenen und acht geplanten Maßnahmen zu neuen oder erhöhten Zöllen an. Argentinien lag mit acht Maßnahmen auf Platz zwei der Liste. Insgesamt registrierte die Kommission rund 220 Maßnahmen in den vergangenen zwölf Monaten, „die sich als Handelshemmnisse auswirken könnten“.dpa

Blackstone macht wieder Gewinn

New York - Der US-Finanzinvestor Blackstone blickt nach einem Gewinn im dritten Quartal optimistisch in die Zukunft. Das Schlimmste der Wirtschaftskrise sei überstanden, teilte die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft am Freitag mit. Die weitere Erholung könnte zwar schrittweise und wellig verlaufen, das Unternehmen prüfe aber Möglichkeiten für Börsengänge und habe weitere Beteiligungen im Blick. Nach Blackstones eigenen Bilanzierungsstandards lag der Überschuss im Vierteljahr bis Ende September bei 278,4 Millionen Dollar. Damit schlug sich Blackstone deutlich besser als vom Markt erwartet. Das Unternehmen kündigte die Zahlung einer vollen Dividende an. rtr

IKB-Bilanzen unabsichtlich gefälscht

Düsseldorf - Der Verdacht der Bilanzfälschung bei der angeschlagenen Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB hat sich nicht erhärtet. Die Ermittlungen gegen eine Reihe früherer Vorstände seien eingestellt worden, sagte der Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, Nils Bußee, am Freitag. Den Vorständen sei letztlich nicht nachzuweisen gewesen, dass sie die Bilanzen vorsätzlich manipuliert hätten. Der Vorwurf war während der Untreue-Ermittlungen aufgetaucht und in einem abgetrennten Verfahren verfolgt worden. Ex-Vorstandschef Stefan Ortseifen ist unterdessen wegen Kursmanipulation und Untreue angeklagt. dpa

EU-Hilfe für Milchmarkt abgelehnt

Berlin - Der Bundesrat hat ein von der EU vorgeschlagenes Programm zur Stabilisierung des kriselnden Milchmarktes abgelehnt. Die Länderkammer bewertete das freiwillige Programm, das den einzelnen Mitgliedsländern einen größeren Handlungsspielraum bei Eingriffen in den Milchsektor einräumen sollte, am Freitag in Berlin als „kontraproduktiv und wettbewerbsschädlich“. Der Bundesrat stimmte jedoch einer Regelung zu, die der EU-Kommission künftig ein rascheres Eingreifen bei Schwierigkeiten auf dem Milchmarkt erlaubt. AFP

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