Wirtschaft : NACHRICHTEN

Wirtschaft: Güterbahn ist zu langsam

Berlin - Die deutsche Wirtschaft hält wenig davon, Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, weil ihr die Eisenbahn zu langsam ist. In einer Umfrage des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), die dem Tagesspiegel vorliegt, geben 79 Prozent der befragten Unternehmen an, es mangele den Güterbahnen an Schnelligkeit und Flexibilität. Auch den Service hält die Wirtschaft für dürftig – das gaben 44 Prozent an. Die Verlagerung von Gütern auf die Schiene aus Gründen des Klimaschutzes spielt für die meisten Unternehmen daher keine Rolle. Nur 19 Prozent gaben an, dies bereits umgesetzt zu haben, 13 Prozent planen einen solchen Schritt. brö

Siemens profitiert von grüner Technik München - Umwelttechnik hilft dem Technikkonzern Siemens über die Rezession hinweg. Der Umsatz mit Produkten wie Windkraftanlagen, Energiesparmotoren oder Umweltlampen ist im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr um elf Prozent auf mehr als 23 Milliarden Euro gestiegen, erklärte Siemens-Umweltvorstand Barbara Kux. Konzernweit stagnierten die Erlöse dagegen. „Unsere grünen Produkte und Lösungen tragen in der Wirtschaftskrise zu einer Stabilisierung des Geschäfts bei“, sagte Kux. tmh

Konjunkturerwartungen sinken

Mannheim - Die Konjunkturerholung kommt nach Einschätzung von Finanzanalysten nur langsam voran. Die ZEW-Konjunkturerwartungen gingen im November um 4,9 Punkte zurück und lagen nun bei 51,1 Punkten, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Es ist der zweite Rückgang in Folge. ZEW-Präsident Wolfgang Franz sagte: „Der Aufwärtstrend der Erwartungen ist vorerst unterbrochen.“ Die 300 Experten signalisierten damit, dass es aus ihrer Sicht 2010 zunächst keinen starken Wachstumsschub geben werde. AP

Ladendiebe erbeuten mehr

HSH NORDBANK]Heppenheim - Ladendiebe haben in der Krise mehr Beute gemacht. Von Juli 2008 bis Juni 2009 verschwanden in Supermärkten, Kaufhäusern und Geschäften Waren für 5,2 Milliarden Euro, wie aus dem neuen Globalen Diebstahlbarometer hervorgeht. Gemessen am Umsatz machte der Warenschwund 1,17 Prozent aus, ein Plus von 3,5 Prozent. Damit sind die Schäden auf den höchsten Wert seit 2002 gestiegen. AFP

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