Wirtschaft : NACHRICHTEN

Berliner Industrie verliert Aufträge, Brandenburger erhalten mehr

Berlin - Die Berliner Industrie hat im September erneut ein deutliches Auftragsminus verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhielten die Unternehmen über 20 Prozent weniger Bestellungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Die Inlandsbestellungen nahmen preisbereinigt um mehr als 35 Prozent ab, die Order aus dem Ausland gingen um 7,6 Prozent zurück. Ganz anders war das Bild in Brandenburg: Dort erhielt die Industrie im September gegenüber dem Vorjahresmonat im Schnitt 63 Prozent mehr neue Aufträge. Hauptgrund für den Zuwachs sei ein ausländischer Großauftrag im Bereich Fahrzeugbau, hieß es. dpa/ddp

Unternehmen verlagern Produktion immer seltener ins Ausland

Düsseldorf - Deutsche Unternehmen verlagern ihre Produktion einer Studie zufolge immer seltener ins Ausland. Nur noch neun Prozent der Firmen des Verarbeitenden Gewerbes hätten in diesem Jahr Teile ihrer Fertigung in andere Länder verlegt, teilte der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) am Montag mit. Dies sei der tiefste Stand seit 15 Jahren. Allein in den vergangenen drei Jahren sei die Verlagerungsquote um 40 Prozent geschrumpft. Für das kommende Jahr planten nur sieben Prozent der Betriebe eine Verlagerung. AFP

Neuer Streit um Sicherheit

von Güterwaggons

Berlin - Nach einer Reihe von Unfällen mit Güterwagen hat das Eisenbahnbundesamt (EBA) neue Zweifel an deren Sicherheit geweckt. Bei einer Kontrolle von etwa 4400 Waggons seien eine „Vielzahl von Mängeln“ festgestellt worden, heißt es in einem Schreiben der Behörde an die Bahnen, wie die Agentur Reuters berichtete. Demnach sei fast jeder fünfte Waggon betroffen. Er gehe davon aus, „dass Sie die nötigen Maßnahmen in eigener Verantwortung ergreifen werden“, schreibt Amtschef Gerald Hörster. Dies könne etwa eine Sichtprüfung der Achsen vor der Fahrt sein. Der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) warf der Behörde „puren Aktionismus“ vor. rtr

Sinkende Bezüge

der Dax-Aufsichtsräte

Frankfurt am Main - In der Krise sinken bei den größten deutschen Aktiengesellschaften die Bezüge der Kontrolleure. Nach einer am Montag in Frankfurt vorgestellten Studie der Beratungsgesellschaft Towers Perrin erhalten die Vorsitzenden der Aufsichtsräte von Dax-Unternehmen in diesem Jahr durchschnittlich 226 000 Euro und damit rund 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Die höchste Bezahlung gibt es laut Studie für die Aufsichtsratschefs von Siemens (435 600 Euro) und Eon (432 200 Euro). Am wenigsten zahlt Infineon (53 600 Euro).dpa

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