Wirtschaft : NACHRICHTEN

GASAG

Sammelklage in Vorbereitung

Die Berliner Verbraucherzentrale will mit einer Sammelklage gegen unzulässige Preiserhöhungen des Gasversorgers Gasag vorgehen. Derzeit werde eine Einziehungsklage von 100 Kunden vorbereitet, teilte die Verbraucherzentrale mit. Grund sei das Scheitern einer zweiten Gesprächsrunde über eine außergerichtliche Lösung zwischen Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher (Linke), Vertretern der Verbraucherzentrale und der Gasag. Nach Ansicht der Verbraucherschützer droht dem Gasversorger „eine Prozesslawine, die Rückzahlungen im mehrstelligen Millionenbereich nach sich ziehen wird“. Betroffene sollten bis Jahresende einen Mahnbescheid beantragen. ddp

ARCANDOR

Zwei Call-Center verkauft

Zwei der fünf Call-Center von Quelle haben einen neuen Eigentümer gefunden. Die Standorte in Cottbus und Emden würden vom Outsourcing-Dienstleister Walter Services übernommen, teilte Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Montag mit. Beide arbeiteten hauptsächlich für den Einkaufssender HSE24, den Görg in der vergangenen Woche an den Finanzinvestor Axa Private Equity verkauft hatte. Von den zusammen fast 600 Arbeitsplätzen in Cottbus und Emden seien damit rund 500 langfristig gesichert. Die fast 1400 Mitarbeiter des zerbrochenen Versand-Konzerns den Call-Centern in Magdeburg (520), Berlin (620) und Görlitz (230) müssen dagegen weiter um ihre Jobs bangen. rtr

EVONIK

Chemiekonzern macht Gewinn

Der Chemie- und Energiekonzern Evonik hat trotz Umsatzeinbußen seinen Gewinn im dritten Quartal wieder gesteigert. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im Vorjahresvergleich um 18 Prozent auf 629 Millionen Euro. Das Konzernergebnis fiel mit 168 Millionen Euro doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Der Umsatz lag allerdings mit 3,3 Milliarden Euro um 20 Prozent unter dem Vorjahreswert – aber rund acht Prozent höher als im zweiten Quartal. Bei seiner Prognose für das Gesamtjahr blieb der Essener Konzern weiter zurückhaltend. Es sei eine verhaltene Aufwärtsbewegung in einzelnen Geschäftsgebieten der Chemie zu erwarten, aber noch keine zuverlässige Erholung auf breiter Front.AP

GFK

Institut leidet weiter unter der Krise

Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK leidet immer noch unter der Krise. Der Konzerngewinn sank im dritten Quartal um knapp 39 Prozent auf 14,8 Millionen Euro. Der Umsatz lag mit einem Minus von fast vier Prozent auf 282,7 Millionen Euro etwas unter dem Vorjahresniveau, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz ging in den ersten neun Monaten dieses Jahres um knapp fünf Prozent auf 840,2 Millionen Euro zurück. Der Konzerngewinn sank im gleichen Zeitraum um 41,7 Prozent. Nach 52,2 Millionen Euro im Vorjahr betrug er 30,4 Millionen in den ersten drei Quartalen 2009. dpa

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