Wirtschaft : NACHRICHTEN

Schlechter Sommer für die Bahn

Berlin - Die Deutsche Bahn hat sich auch im Sommer-Quartal nicht aus der Krise befreien können. Die Erlöse lagen zwischen Juli und September bei 7,3 Milliarden Euro und damit rund 15 Prozent unter dem Vorjahr, wie aus Unterlagen des Konzerns hervorgeht. Der kritischste Bereich bleibt die Güterbahn, deren Umsätze 25 Prozent unter dem Vorjahr und zehn Prozent unter Plan lagen. Während die Transportmengen der Sparte sich im dritten Quartal immerhin stabilisierten, macht der Preisdruck zu schaffen.rtr

Ex-Bank-Chef Breuer angeklagt

München - Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den früheren Chef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, wegen versuchten Prozessbetrugs Anklage erhoben. Die Behörde werfe dem Banker vor, in einem Schadenersatzverfahren des früheren Medienunternehmers Leo Kirch die Unwahrheit gesagt zu haben, sagte Breuers Verteidiger Sven Thomas. Die Anklage entbehrt nach Ansicht des Anwalts jeder Grundlage. Die Staatsanwaltschaft bestätigte lediglich Ermittlungen gegen Breuer. Nun prüft das Landgericht München, ob es die Anklage zulässt. rtr

Mehr Einzelhändler gehen pleite

Berlin - Immer mehr deutsche Einzelhändler müssen aufgeben. Für 2009 rechnet der Einzelhandelsverband HDE mit einem Anstieg der Insolvenzen um knapp neun Prozent, wie HDE-Präsident Josef Sanktjohanser auf einem Handelskongress in Berlin sagte. Dies läuft nach HDE-Angaben auf rund 5000 Firmenpleiten hinaus. Der Handel stehe zwar im Vergleich zu anderen Branchen gut da, sagte Sanktjohanser. „Aber es waren Namen dabei, die Einzelhandelsgeschichte geschrieben haben.“rtr

Hessen lehnt Staatshilfen für GM ab

Berlin - General Motors muss um Staatshilfen für Opel bangen. Erstmals spricht sich ein führender Landesminister mit einem Opel-Standort dagegen aus, GM zu helfen. „Wer in der Lage ist, binnen weniger Tage mehrfach 200 Millionen Euro an Überbrückungskrediten zurückzuzahlen, der ist in meinen Augen liquide“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) dem „Handelsblatt“. Der amerikanische Staat halte 60 Prozent an GM. „Ich gehe davon aus, dass auch der amerikanische Staat liquide ist. Deshalb sehe ich keinen Anlass, eine Diskussion darüber zu führen, wie Hilfen für GM aussehen sollten“, sagte er. In Hessen soll künftig neben der deutschen auch die Europazentrale von Opel sitzen. HB

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