Wirtschaft : NACHRICHTEN

Chemie-Arbeiter fordern mehr Lohn

Hannover/Wiesbaden - Mit der Forderung nach höheren Gehältern bei gleichzeitiger Sicherung der Arbeitsplätze geht die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) in die kommende Tarifrunde der Chemieindustrie. Zusätzlich verlangte der Gewerkschaftsvorstand in Hannover bessere Perspektiven für Azubis. Der Arbeitgeberverband BAVC reagierte in Wiesbaden abweisend auf die Forderungen. In der Tarifrunde werde es ausschließlich um die Folgen der Krise gehen. Für Entgeltsteigerungen gebe es keinen Spielraum. dpa

Wirtschaftsweise geht zu Thyssen

Düsseldorf - Beatrice Weder di Mauro zieht in den Aufsichtsrat des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp ein. Die Anteilseigner wollten die Professorin für Volkswirtschaftslehre der Hauptversammlung im Januar zur Wahl vorschlagen, teilte das Unternehmen mit. Neu in das Gremium solle zudem der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, sowie der frühere Finanzminister Peer Steinbrück (SPD).rtr

Lehman-Ansprüche verjähren bald

Frankfurt am Main - Verbraucherschützer weisen auf die drohende Verjährung von Schadenersatzansprüchen aus der Lehman-Pleite hin. Geschädigte Anleger sollten sich vor Ablauf der Frist von drei Jahren von Fachanwälten beraten lassen, teilte die Verbraucherzentrale Hessen mit. Am 15. Januar 2007 habe die Sparkasse Frankfurt am Main ihre erste große Vermarktungswelle der Lehman-Zertifikate gestartet, sodass demnächst die Ansprüche aus den ersten Abschlüssen verjährten. Es folgte die Dresdner Bank im Februar. Die Verbraucherzentrale hat zusätzliche Beratungstermine angesetzt. dpa

EADS-Manager müssen aussagen

Paris - In der Affäre um mögliche Insidergeschäfte bei der Airbus-Mutter EADS stehen Konzernmanager seit Montag der Pariser Finanzaufsicht AMF Rede und Antwort. 17 amtierenden und ehemaligen EADS-Vertretern wird vorgeworfen, in Kenntnis der Verzögerungen beim Airbus A380 frühzeitig Aktienoptionen veräußert zu haben. EADS hatte die Lieferverzögerungen im Juni 2006 bekannt gegeben, was zu einem massiven Kurssturz der Aktie führte. AMF hatte darauf das Verfahren eingeleitet, weil einige Manager ihre Optionen schon vorher umgewandelt und teils Millionengewinne erzielt hatten. Über mögliche Bußen will die Finanzaufsicht bis Mitte Dezember entscheiden.AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben