Wirtschaft : NACHRICHTEN

Konsumklima trübt sich ein

Berlin - Kurz vor Weihnachten drückt die Angst vor Arbeitsplatzverlusten auf die Stimmung der Verbraucher. Das Konsumklima trübt sich im Dezember bereits zum zweiten Mal in Folge ein, wie die Nürnberger GfK am Mittwoch mitteilte. Der Handel muss nach Einschätzung der Experten das Weihnachtsgeschäft dennoch noch nicht verloren geben: Eine stabile Kauflust sorge dafür, dass die Aussichten nicht so ungünstig sind, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Auch für das kommende Jahr sei nicht mit einem Einbruch zu rechnen. rtr

Tante-Emma-Laden kehrt zurück

Berlin - Mit einer modernen Interpretation des Tante-Emma-Ladens will der Handelskonzern Rewe umweltbewusste und genussorientierte Kunden locken. Die Rewe-Tochter Biokonzept eröffnete am Mittwoch in Köln das erste sogenannte Temma-Geschäft, eine Mischung aus Bio-Supermarkt und Gastronomie. Die Testphase für den Biomarkt soll für ein Jahr laufen, erst danach will Rewe über die Eröffnung von Filialen in anderen Städten entscheiden. Mit dem Konzept will Rewe nostalgische Gefühle der Kunden ansprechen: Wie früher in kleinen Nachbarschaftsläden werden Käse, Antipasti, Fleisch und Wurst an Bedientheken angeboten. AFP

EU überprüft Hilfen für WestLB

Brüssel - Die EU-Wettbewerbshüter bestehen auf einer Überprüfung der neuen Kapitalspritze für die WestLB. „Das neue Geld muss zur Prüfung angemeldet werden“, sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Bisher liege keine Anmeldung vor. Es sei möglich, dass die Kommission neue Bedingungen an das neue Geld binde. Der Bund will eine Kapitalspritze von bis zu vier Milliarden Euro für die künftige WestLB-Kernbank geben. Der Sprecher sagte, bereits bei der Genehmigung früherer WestLB- Hilfen im Mai sei berücksichtigt worden, dass eine sogenannte Bad Bank für Schrottpapiere ausgegliedert werden solle. dpa

Bahn-Streiks in und um Berlin

Berlin - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) macht Druck auf die privaten Bahnfirmen NEB und ODEG. An einem Warnstreik bei Regionalzuglinien in Berlin und Brandenburg beteiligten sich nach GDL-Angaben am Mittwochmorgen mehr als 50 Beschäftigte. Dies sei nur „ein erster Warnschuss“ für die Arbeitgeber gewesen. Die Gewerkschaft fordert den Abschluss eines Tarifvertrags auf dem höheren Einkommensniveau der Deutschen Bahn. Die Beschäftigten bei der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) und der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) bekämen 25 bis 30 Prozent weniger Geld. Die beiden Firmen kritisierten die Aktion als unverhältnismäßig. Die NEB verwies darauf, dass sie mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA im Mai einen Tarifvertrag geschlossen habe. dpa

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