Wirtschaft : NACHRICHTEN

Weniger Neuzulassungen erwartet

Berlin - Sinkende Pkw-Neuzulassungen, ein Händlersterben und neue Rabattschlachten: Zu seinem 100-jährigen Jubiläum hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die Autohändler auf schwierige Zeiten eingestimmt. Der Verband prognostiziert einen Einbruch der Pkw-Neuzulassungen um mindestens eine Million. „Wir rechnen mit 2,7 bis 2,8 Millionen Neuzulassungen“, sagte Rademacher. Die staatliche Abwrackprämie hatte der Branche in diesem Jahr hohe Verkaufszahlen beschert, weil viele Kunden ihre Käufe vorzogen. Der ZDK befürchtet, dass die Rabattschlacht 2010 anhält. Auch wegen ruinöser Rabatte werden viele Vertragshändler zur Geschäftsaufgabe gezwungen sein. Die Zahl der Händler werde in den kommenden acht bis zehn Jahren von derzeit 19 000 auf bis zu 15 000 sinken. rtr

NGG fordert höhere Löhne

Berlin - Lohnerhöhungen von vier bis fünf Prozent hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die Beschäftigten im Ernährungsgewerbe sowie in Hotels und Gaststätten gefordert. Diese Empfehlung für die Tarifrunde 2010 solle auch für Ausbildungsverträge gelten, erklärte die Gewerkschaft. In Tarifgebieten mit Stundenlöhnen unter 7,50 Euro sollte in einem ersten Schritt mindestens dieser Betrag gezahlt werden. Die Tarifempfehlung gilt für die 520 000 Beschäftigten im Ernährungsgewerbe und rund eine Million Mitarbeiter in Hotels und Gaststätten. AP

EU führt Kennzeichen für Reifen ein

Brüssel - Mit neuen Kennzeichen für Autoreifen will die EU das Spritsparen erleichtern. Das Europaparlament verabschiedete am Mittwoch in Straßburg ein Kennzeichnungssystem, das im zweiten Halbjahr 2012 in Kraft tritt. Autoreifen müssen danach mit Etiketten versehen werden, die den Energie-Labels für Haushaltsgeräte ähneln. Reifen, die den Spritverbrauch reduzieren, sollen mit einem grünen „A“ gekennzeichnet werden, die am wenigsten effizienten Reifen mit einem roten „G“. AP

Mehr Ökostrom als geplant

Berlin - Die Produktion von Ökostrom boomt stärker als erwartet. In Deutschland gehen deutlich mehr neue Anlagen als von der Regierung eingeplant ans Netz, teilte der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) mit. So seien im Jahr 2009 Öko-Kraftwerke mit einer maximalen Leistung von mehr als 4,5 Gigawatt in Betrieb gegangen. Laut BEE erhöht sich damit die Kapazität der Ökostromproduktion von 38,4 Gigawatt im Jahr 2008 auf rund 43 Gigawatt Ende 2009. Hauptgrund für das rasante Tempo in diesem Jahr sei ein beispielloser Boom in der Fotovoltaik, erklärte der BEE. AFP

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