Wirtschaft : NACHRICHTEN

MAN droht Millionen-Bußgeld

München - In der MAN-Korruptionsaffäre drohen dem Konzern möglicherweise noch höhere Bußgeld-Zahlungen als bislang bekannt. Die Justiz habe ihre Forderungen auf 250 Millionen Euro beziffert, meldete der „Focus“ am Wochenende. Über die tatsächliche Höhe des endgültigen Bescheides werde noch verhandelt. Ein MAN-Sprecher nannte die Zahlen „reine Spekulation“. Das Magazin berichtete weiter, die internen Ermittler hätten bei MAN fragwürdige Zahlungen von mehr als 100 Millionen Euro festgestellt und dem abgetretenen MAN-Chef Håkan Samuelsson Aufsichtsversagen nachgewiesen. MAN wollte dazu keine Stellung nehmen. dpa

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Hamburg legt Schiff-Rettungsplan vor

Hamburg - Nach staatlicher Hilfe für Banken und Industrieunternehmen wird jetzt auch ein Rettungsplan für die von der Krise bedrohte deutsche Seeschifffahrt aufgelegt. Der Hamburger Senat setzte dazu bereits eine Arbeitsgruppe ein, wie ein Sprecher der Wirtschaftsbehörde in der Hansestadt am Wochenende bestätigte. Der Plan soll binnen weniger Wochen vorliegen und dann mit dem Bund abgestimmt werden. AP

Nokia könnte auch ohne Telefone

Düsseldorf - Der finnische Konzern Nokia schließt nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang langfristig die Trennung vom Telefongeschäft nicht aus. „Wir müssen die Chance nutzen, Nokia völlig neu aufzustellen. Aus dem Hersteller von Mobiltelefonen wird ein Anbieter von Internet-Lösungen“, sagte Nokia-Vorstand Anssi Vanjoki dem Magazin „Wirtschaftswoche“. Der Manager räumte ein, dass Nokia hinter den Entwicklungen von Apple, Google und dem Blackberry-Hersteller RIM hinterher hinkt. Es sei schon vor zwei Jahren klar gewesen, dass der Umbau keinen Aufschub dulde. Erst die Wirtschaftskrise habe die Dringlichkeit vor Augen geführt. AP

Daimler streitet über C-Klasse  

Stuttgart - Beim Autobauer Daimler verschärft sich der Streit zwischen Vorstand und Betriebsrat um die Verlagerung von Produktionsstätten. „Ob ein Vorstand etwas taugt, zeigt sich daran, ob er die Beschäftigung sichert“, sagte Betriebsratschef Erich Klemm der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Er appelliert an Vorstandschef Dieter Zetsche, auch die nächste Generation der C-Klasse in Sindelfingen zu produzieren. Der Daimler-Vorstand prüft seit Monaten eine Verlagerung des Modells in das Werk nach Amerika. Mit Blick auf die für Dienstag erwartete Entscheidung mobilisiert die IG Metall zum Wochenbeginn die Beschäftigten, um einen Jobabbau im Sindelfinger Stammwerk zu verhindern. Ohne C-Klasse seien dort mehrere tausend Arbeitsplätze gefährdet. dpaDAIMLER AG]

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