Wirtschaft : NACHRICHTEN

Fed: US-Wirtschaft auf Erholungskurs

Washington - Zwei Jahre nach Beginn der Rezession in den USA erholt sich die größte Volkswirtschaft der Welt zusehends. Sorgenkind bleibt aber der Arbeitsmarkt. Das geht aus dem jüngsten regionalen Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) hervor, der am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. Demnach meldeten die meisten der zwölf Fed-Bezirke über die vergangenen sieben Wochen eine moderate Verbesserung der Konjunktur. Bei den wichtigen Verbraucherausgaben sehe es inzwischen besser aus. Auch die einst krisengeschüttelten Immobilienmärkte der meisten Bezirke belebten sich zusehends. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei aber nach wie vor schwach, heißt es in dem Bericht weiter. dpa

Bahn verbessert Datenschutz

Berlin - Als Konsequenz aus mehreren Datenaffären hat sich die Deutsche Bahn mit den Beschäftigten auf Eckpunkte für einen besseren Arbeitnehmerdatenschutz geeinigt. Unter anderem dürften Angaben von Mitarbeitern künftig nicht mehr außerhalb der vorgesehenen Systeme gespeichert werden, teilten Vorstand und Konzernbetriebsrat am Mittwoch in Berlin mit. Zudem solle der zentrale Datenschutz ausgebaut und um Verantwortliche für die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen ergänzt werden. Im nächsten Schritt werde kommendes Jahr eine detaillierte Betriebsvereinbarung geschlossen, kündigte DB-Vorstandsmitglied Gerd Becht an. Die Lehren aus der Vergangenheit seien gezogen worden. rtr

Deutschland soll strikt sparen

Brüssel - Die EU-Finanzminister haben am Mittwoch das Defizitverfahren gegen Deutschland offiziell eröffnet. Spätestens 2013 muss Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den EU-Stabilitätspakt wieder einhalten. Gegenwärtig liegt das deutsche Haushaltsdefizit nach Berechnung der Bundesregierung bei 3,7 Prozent, weit über der im Stabilitätspakt vorgeschriebenen Obergrenze von drei Prozent. Nun muss die Bundesregierung im Jahr 2011 auf einen strikten Sparkurs einschwenken. Berlin plant für 2011 allerdings weitere Steuersenkungen. AP

EU einigt sich auf Finanzaufsicht

Brüssel - Die EU-Staaten haben ihren Streit um die neue Finanzmarktaufsicht beigelegt. Die Finanzminister der Europäischen Union einigten sich am Mittwoch in Brüssel darauf, dass es künftig drei neue europäische Aufsichtsbehörden für Banken, Börsen und Versicherungen geben soll, wie die französische Ressortchefin Christine Lagarde mitteilte. Bedenken Großbritanniens über zu weitreichende Kompetenzen für die Gremien konnten nach ihren Angaben in den mehr als fünfstündigen Verhandlungen ausgeräumt werden. Mit der neuen Aufsicht will Europa Finanzkrisen künftig verhindern. AFP

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