Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bundesbank erwartet Wachstum

Frankfurt am Main - Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden beiden Jahren langsam von ihrer schwersten Rezession seit Jahrzehnten erholen. Laut der am Freitag vorgestellten halbjährlichen Wirtschaftsprognosen erwarten die Notenbanker im kommenden Jahr ein Plus der Wirtschaftsleistung von 1,6 Prozent und 2011 von 1,2 Prozent, wenn die Effekte aus den Konjunkturpaketen nachlassen. Der tiefe Absturz in diesem Jahr werde mit einem Minus von 4,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) etwas glimpflicher ausgehen, als zur Jahresmitte mit minus 6,2 Prozent erwartet. Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt bleibt trotz einer zuletzt überraschend positiven Entwicklung weiterhin einer der Problembereiche der Erholung. rtr

Jede vierte Firma streicht Stellen

Berlin - Als Folge der Wirtschaftskrise plant jedes vierte deutsche Unternehmen einen Abbau von Arbeitsplätzen in den kommenden zwölf Monaten. Das zeigt eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 20 000 Unternehmen. In 62 Prozent dieser Betriebe sind von der geplanten Verringerung der Beschäftigtenzahl „hauptsächlich Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung“ betroffen. Zehn Prozent der Unternehmen planen Neueinstellungen. AP

Sinkende Umsätze bei Dienstleistern

Wiesbaden - Der Umsatz in der Dienstleistungsbranche ist das dritte Mal in Folge gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verringerte er sich von Juli bis September in ausgewählten Bereichen der Branche im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,2 Prozent. Die stärksten Umsatzrückgänge verzeichneten die Bereiche Verkehr und Lagerei mit minus 10,4 Prozent. Der Bereich Information und Kommunikation wies einen Rückgang um zehn Prozent aus. Kalender- und saisonbereinigt ging der Umsatz der Branche gegenüber dem zweiten Quartal um ein Prozent zurück. AP

Keine Erholung in der Bauwirtschaft

Berlin - Die deutsche Bauwirtschaft findet nicht aus dem Konjunkturtal. Die Branche musste im November den 21. Monat in Folge Geschäftseinbußen hinnehmen. Der Einkaufsmanagerindex zog zwar auf 44,6 von 43,4 Punkten im Vormonat an, wie das Markit-Institut am Freitag zu seiner Umfrage unter 200 Firmen mitteilte. Damit blieb das Barometer aber deutlich unter der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Sowohl im Wirtschafts- als auch im Wohnungsbau lief es schlechter. Eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht: Die Neuaufträge gingen so stark zurück wie seit fünf Monaten nicht mehr. rtr

Jeder zehnte Amerikaner arbeitslos

Washington - Die Konjunkturerholung in den USA schlägt allmählich auch auf den gebeutelten Arbeitsmarkt durch. Im November büßte die größte Volkswirtschaft der Welt nach Angaben des US-Arbeitsministeriums vom Freitag nur noch 11 000 Stellen ein und damit weit weniger als erwartet. Ökonomen hatten mit einen Abbau von rund 125 000 Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel mit zehn Prozent allerdings kaum geringer aus. Im Vormonat hatte sie bei 10,2 Prozent gelegen. dpa

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