Wirtschaft : NACHRICHTEN

Krise kostet 20 Millionen Stellen

Berlin - Die Wirtschaftskrise hat der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge weltweit mindestens 20 Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Bei einem vorzeitigen Ende staatlicher Konjunkturprogramme könnten bis zu 43 Millionen Arbeitsplätze gefährdet sein, vor allem von gering Qualifizierten, Älteren und Migranten. „Die globale Beschäftigungskrise ist nicht vorbei“, sagte ILO-Direktor Raymond Torres. In den 51 untersuchten Ländern seien fünf Millionen weitere Stellen „akut gefährdet". Die Regierungen müssten den Arbeitsmarkt deshalb weiter stützen. rtr

212 Milliarden für Europas Banken

Brüssel - Banken und Finanzinstitute in der EU haben 2008 staatliche Hilfen von geschätzten 212 Milliarden Euro bekommen. Das entspreche 1,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, teilte die EU-Kommission mit. In der Summe enthalten sind die Vergünstigungen, von denen die Banken in Form verbilligter Gebühren für staatliche Garantien profitierten, nicht aber die Garantien selbst. Die 27 EU-Staaten hatten 2008 Maximalrahmen für ihre Krisenhilfen von 3,36 Billionen Euro bei der EU-Kommission angemeldet, die aber längst nicht ausgeschöpft wurden. Derweil wird die Bankenrettung für die USA 200 Milliarden Dollar weniger kosten als geplant, berichtete das „Wall Street Journal“. Im August war das Weiße Haus in der Hochphase der Finanzkrise von 341 Milliarden Dollar ausgegangen. AFP/dpa

VW macht Porsche-Einstieg perfekt

Berlin - Europas größter Autokonzern Volkswagen übernimmt wie angekündigt knapp die Hälfte des Sportwagengeschäfts von Porsche. VW beteilige sich mit 49,9 Prozent an der Porsche AG, teilte der Autobauer am Montag mit. Der Preis betrage 3,9 Milliarden Euro. VW hatte einen langen Übernahme-Machtkampf mit Porsche gewonnen. Der Stuttgarter Sportwagenbauer soll im Laufe des Jahres 2011 als zehnte Marke in den VW-Konzern integriert werden. dpa

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