Wirtschaft : NACHRICHTEN

LBBW-Risikovorstand muss gehen

Stuttgart - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zieht erste Konsequenzen aus den Ermittlungen gegen amtierende und frühere Manager. Der demnächst auslaufende Vertrag von Risiko-Vorstand Bernhard Walter wird nicht verlängert, wie am Dienstag in Stuttgart aus Kreisen der LBBW-Aufsichtsgremien bekannt wurde. Darauf habe man sich intern verständigt. Walter ist seit Mai 2005 Mitglied des Vorstands der größten deutschen Landesbank. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt sieben Manager der „schweren Untreue“. Sie sollen seit Ende 2006 dreistellige Millionenbeträge in zu riskante Finanzgeschäfte investiert oder diese Investitionen nicht verhindert haben. dpa

Verdi erwägt Klage gegen „Elena“

Hamburg - Die Gewerkschaft Verdi erwägt Klagen gegen die geplante detaillierte Erfassung von Arbeitnehmer-Fehlzeiten in einer bundesweiten Datenbank. Verdi-Chef Frank Bsirske kritisierte am Dienstag im Gespräch mit Stern.de die „aberwitzige Datensammelwut“, die das ursprünglich sinnvolle Projekt in ihr Gegenteil verkehrt habe. Ab Januar soll die Deutsche Rentenversicherung zentral alle Entgeltnachweise speichern. Unter dem Namen Elena (Elektronischer Entgeltnachweis) müssen die Arbeitgeber Lohn- und Gehaltsdaten melden – aber auch Abmahnungen, Kündigungsgründe und die Teilnahme an Streiks. Verdi erwarte, dass die Bundesregierung den Datenbogen „unverzüglich“ zurückziehe und völlig überarbeite, sagte Bsirske. „Wir prüfen sämtliche Klagemöglichkeiten gegen den Datenkatalog.“ AFP

EU prüft Spielzeug-Gesetze

Brüssel - Nach Kritik an gefährlichen Stoffen im Kinderspielzeug prüft die Europäische Kommission gesetzliche Nachbesserungen. Wenn Verschärfungen notwendig seien, werde die Kommission handeln, sagte ein Sprecher von Industriekommissar Günter Verheugen am Dienstag. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte strengere Richtwerte für Chemikalien in Spielzeug gefordert. Die EU hat erst vor einem Jahr eine neue Spielzeug-Richtlinie verabschiedet. Dem Kommissionssprecher zufolge ist offen, ob Nachbesserungen möglich sind, bevor das Gesetz 2011 in Kraft tritt. AFP

AIG-Manager setzen sich durch

Washington - Mehrere Manager des US-Versicherungsriesen AIG haben sich offenbar mit ihrem Widerstand gegen die von der Regierung festgesetzte Gehalts- Obergrenze durchgesetzt. Der von US- Präsident Barack Obama eingesetzte Gehaltsbeauftragte wolle einigen von ihnen Jahreseinkommen über der Marke von 500 000 Dollar bewilligen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Obamas sogenannter „Gehalts-Zar“ Kenneth Feinberg soll die Manager-Einkommen in den von der Regierung am stärksten mit Milliarden-Hilfen gestützten sieben Unternehmen im Zaum halten.dpa

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