Wirtschaft : NACHRICHTEN

Windhorst vor Gericht

Berlin - Überraschend kurzfristig hat das Berliner Landgericht den Prozess gegen Lars Windhorst auf diesen Freitag terminiert. In ihrer 269 Seiten umfassenden Anklage wirft ihm die Staatsanwaltschaft Betrug im besonders schweren Fall, Untreue und Insolvenzverschleppung vor. Schon als 16-Jähriger hatte Windhorst ein Unternehmen für Computerzubehör gegründet. In den 90er Jahren hatte er Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) auf einer Asienreise begleitet. Windhorst soll als Geschäftsführer von zwei nach ihm benannten Firmen die Zahlungsunfähigkeit beim Insolvenzgericht nicht angezeigt haben. Zudem soll er von Geschäftskonten rund 800 000 Euro auf sein Privatkonto verschoben haben. dpa

Vanguard besorgt sich frisches Geld

Berlin - Der angeschlagene Berliner Klinikdienstleister Vanguard AG hat sich durch eine erneute Kapitalerhöhung frisches Geld besorgt und so die Lage nach eigener Aussage stabilisiert. Die Teilhaber genehmigten die Ausgabe neuer Aktien für 20 Millionen Euro, wie das Unternehmen nach der Hauptversammlung mitteilte. Zuvor hatten ein Verzicht der Banken, die Finanzspritze eines Investors und eine Kapitalerhöhung Vanguard vor dem Aus bewahrt. Die Pleite hatte gedroht, nachdem der Aufsichtsrat Firmengründer Robert Schrödel wegen grober Pflichtverletzung abberufen hatte. Als Folge seien hohe Abschreibungen nötig gewesen, teilte der Aufsichtsrat mit. 2010 soll Vanguard wieder profitabel sein. Tsp

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