Wirtschaft : NACHRICHTEN

Keine Kündigungen bei Bayer

Leverkusen - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer verzichtet bis Ende 2012 auf betriebsbedingte Kündigungen. Vorstand und Gesamtbetriebsrat des Leverkusener Unternehmens einigten sich am Donnerstag auf einen umfangreichen Pakt zur Beschäftigungssicherung für die 23 000 Beschäftigten in Deutschland. „Trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds haben wir den seit 1997 bestehenden Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen für drei Jahre fortgeschrieben“, sagte Arbeitsdirektor Richard Pott. Zu den weiteren Punkten zählt die Aufnahme von jährlich 600 Schulabgängern in eine Ausbildung und die Übernahme von 120 Ausgebildeten. Zudem sollen bis Ende 2012 mindestens 300 Uni-Absolventen eingestellt werden. APD

50 000 Lehrstellen weniger

Berlin - Die Rezession hinterlässt deutliche Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. Im Jahr 2009 wurden 566 004 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, das sind 50 300 Verträge weniger als im Vorjahr. Dies zeigt eine Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung, die am Donnerstag der Agentur DAPD vorlag. Der Rückgang traf den Osten einschließlich Berlin härter als den Westen: In den neuen Ländern betrug das Minus 13 Prozent, im den alten nur 7,1 Prozent. Die stärksten Einbrüche gab es in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. APD

Investoren misstrauen Griechenland Athen - Die zweite Herabstufung Griechenlands durch eine Ratingagentur binnen einer Woche hat für Aufregung an den Finanzmärkten des Landes gesorgt. Die Renditeaufschläge auf griechische Staatsanleihen schnellten am Donnerstag nach oben, Aktienkurse gaben nach. Die Investoren befürchteten, dass nach Fitch und S&P auch die Agentur Moody''s ihre Bewertung senkt. „Der Markt geht davon aus, dass auch Moody''s nach unten geht – was wir nicht wissen ist, wie stark das Rating gekappt wird“, sagte ein Analyst. Derzeit liegt die Moody''s-Note bei A1, also noch drei Stufen über der Bewertung BBB+ von S&P und Fitch. Griechenland hatte kürzlich eingeräumt, dass das Staatsdefizit doppelt so hoch ist wie ursprünglich angegeben. rtr

Aufsicht entlastet Deutsche Bank

Frankfurt am Main - In der Datenaffäre bei der Deutschen Bank hat die Finanzaufsicht Bafin das Institut entlastet. Es sei kein „systematisches Fehlverhalten“ festgestellt worden, erklärte ein Behördensprecher. Stattdessen hätten sich einzelne Mitarbeiter der Konzernsicherheit falsch verhalten. Damit entlastete die Bafin indirekt auch den in die Kritik geratenen Aufsichtsratschef Clemens Börsig sowie Vorstandschef Josef Ackermann. Detektive hatten nach bisherigem Kenntnisstand im Auftrag der Bank mit unlauteren Methoden missliebige Aktionäre und Führungspersonal ausgespäht. dpa

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