Wirtschaft : NACHRICHTEN

EU will Telefonieren billiger machen

Brüssel - Die EU-Kommission fordert mehr Wettbewerb im deutschen Telefonfestnetz, damit das Telefonieren günstiger wird. Die Deutsche Telekom solle deshalb ihren Konkurrenten geringere Preise berechnen, wenn diese Leitungen der Telekom nutzen, teilte die Kommission mit. Die Bundesnetzagentur als zuständige Regulierungsbehörde sei von der Kommission aufgefordert worden, dies sicherzustellen. Nach Kommissionsangaben mache die Telekom es alternativen Betreibern schwer, wettbewerbsfähige Angebote zu unterbreiten. Eine Selbstverpflichtung habe nicht die gewünschte Wirkung gezeitigt. AFP

US-Großbanken sollen schrumpfen

Washington - Führenden US-Banken wie Goldman Sachs und Citigroup könnte die Aufspaltung drohen. Zwei dem Kongress vorgelegten Gesetzentwürfen zufolge müssten sich Großbanken von ihren Investment- und Versicherungsgeschäften trennen. Einer der Entwürfe zählt auf die Unterstützung des ehemaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain. Experten bezweifeln aber, dass für die Vorlagen die erforderliche Mehrheit zusammenkommt. Die Vorschläge würden die als „Glass-Steagall Act“ bekannten Gesetze wiederbeleben, die bereits in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts eingeführt wurden. Sie waren Ende der 90er Jahre unter Bill Clinton abgeschafft worden. rtr

FDP plant Hilfen für kleine Firmen

Berlin - Die FDP-Bundestagsfraktion will kleinen Firmen in wirtschaftlicher Not unbürokratisch helfen. Unternehmen mit weniger als 15 Mitarbeitern sollen die Beiträge für Sozialversicherungen künftig bis zu drei Monate stunden dürfen, wie aus einem am Donnerstag bekannt gewordenen Papier des wirtschaftspolitischen Sprechers der FDP-Bundestagsfraktion, Paul Friedhoff, hervorgeht. Die Firmen sollen diese Stundung formlos beim Einreichen der Anmeldung der Beiträge beantragen können. Für diesen Kredit sollen die Firmen einen Jahreszins von drei Prozent zahlen. AFP

Mehr Wettbewerb beim Gasimport

Düsseldorf - Deutschlands größter Gasimporteur Eon Ruhrgas macht auf Druck der EU-Kommission den Weg für mehr Wettbewerb im internationalen Gashandel frei. Der Energiekonzern sagte in einer am Donnerstag veröffentlichten Übereinkunft zu, die beim Tochterunternehmen Eon Gastransport langfristig gebuchten Importkapazitäten bis zum Oktober 2015 fast zu halbieren. Die dadurch frei werdenden Kapazitäten sollen auch an Wettbewerber vermarktet werden. Im Gegenzug werde die EU-Kommission ihre Ermittlungen zum Kapazitätsmanagement und zu den langfristigen Importbuchungen bei Eon Ruhrgas einstellen, teilte das Unternehmen mit. APD

Bananenkartell im Visier

Brüssel - Die EU hat ein mutmaßliches Bananenkartell im Visier. Ein formelles Schreiben mit dem Vorwurf der Kartellbildung sei im Dezember an eine Reihe von Unternehmen gesandt worden, teilte die Kommission mit. Es handle sich um Firmen, die in Einfuhr und Vermarktung der Früchte tätig seien. Im November 2007 habe es dazu in Südeuropa unangekündigte Inspektionen gegeben. Wie in solchen Fällen üblich, nannte die Kommission keine Namen. Die Firmen können jetzt Stellung nehmen. AFP

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