Wirtschaft : NACHRICHTEN

Klimawandel kommt teuer

München - Wetterbedingte Naturkatastrophen haben nach Berechnungen der Münchener Rück seit 1980 Schäden in Höhe von 1,6 Billionen Dollar (rund 1,1 Billionen Euro) verursacht. Daran habe der – fast ausschließlich von Menschen verursachte – Klimawandel einen signifikanten Anteil, sagte der Chef des weltgrößten Rückversicherers, Nikolaus von Bomhard. „Wir vermuten, dass heutzutage Jahr für Jahr ein niedriger zweistelliger Milliardenbetrag der Schäden auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Und diese Schäden werden in Zukunft dramatisch zunehmen.“ Daher habe er wenig Verständnis für das magere Ergebnis des Weltklimagipfels in Kopenhagen. rtr

Die Deutschen trinken mehr Sekt

Wiesbaden - Die Deutschen lassen trotz der Wirtschaftskrise häufiger die Gläser klingen: Der Sektmarkt ist entgegen den Erwartungen in den ersten zehn Monaten 2009 gewachsen. Das geht aus den Zahlen des Verbandes Deutscher Sektkellereien und des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Auch für das Weihnachts- und Silvestergeschäft sind die deutschen Sekthersteller optimistisch. „Wir schauen auf dieses Jahr mit Zufriedenheit“, sagte Verbandssprecher Walter Bischof. Der Trend, zu Hause zu feiern, sorge letztlich auch dafür, dass das eine oder andere Gläschen mehr als in der Gaststätte getrunken werde. dpa

Sky beschafft sich Geld

München - Der Abosender Sky Deutschland beschafft sich zum Jahreswechsel frisches Kapital von seinem Großaktionär News Corp. Das Unternehmen von Rupert Murdoch zeichnet bis zu 49 Millionen Aktien und baut seinen Anteil an Sky damit auf bis zu 45,4 Prozent aus, wie Sky Deutschland überraschend am Montag in München mitteilte. Das Geld soll in Marketing, Vertrieb und den Ausbau des Programmangebots fließen. dpa

Aufsicht fordert Vergütungsreform

Bonn - Banken und Versicherungen sollten die Vergütung ihrer Beschäftigten stärker am langfristigen Geschäftserfolg ausrichten. Dazu hat die Finanzaufsicht Bafin am Montag in zwei Rundschreiben an Kreditinstitute und Versicherer aufgefordert. Das gelte besonders für große Unternehmen sowie für Manager, Geschäftsleiter oder solche Mitarbeiter, deren Entscheidungen hohe Risiken bedeuten könnten, sagte ein Sprecher in Bonn. Auch geschäftliche Misserfolge sollten sich auf die Höhe der Vergütung auswirken. Die Rundschreiben der Bafin setzen Standards um, die im Auftrag der Regierungschefs der wichtigsten Industrieländer erarbeitet worden waren. Gelten werden sie laut Bafin voraussichtlich ab Mitte 2010, wenn der deutsche Gesetzgeber die neuen Standards in Rechtsverordnungen überführe. dpa

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