Wirtschaft : NACHRICHTEN

DIW-Chef will sich entlasten

Berlin - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, geht davon aus, dass sein Institut die Vorwürfe der Geldverschwendung ausräumen kann. Er sei zuversichtlich, alle aufgeworfenen Fragen im weiteren Verfahren „überzeugend beantworten“ zu können, sagte Zimmermann der Nachrichtenagentur ddp. Als Präsident werde er dafür kämpfen, dass sein Institut auch weiterhin erstklassige Forschung „frei von unnötiger Bürokratie und von Restriktionen“ leisten könne. ddp

Aigner macht den Banken Druck

Berlin - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will Informationen von Banken für Verbraucher künftig staatlich prüfen lassen. Die Anbieter müssten verpflichtet werden, „die wesentlichen Eigenschaften ihres Finanzprodukts in einem kurzen und präzisen Produktinformationsblatt zusammenzufassen“, sagte Aigner. „Ich halte es für sinnvoll, wenn diese Angaben dann durch eine staatliche Behörde oder durch eine Zertifizierungsstelle auf Stimmigkeit geprüft würden.“ AP

Blankoscheck für Fannie Mae

Washington - Die mit Milliardenverlusten kämpfenden US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac haben bis Ende 2012 unbegrenzten Kredit beim amerikanischen Steuerzahler. Die bisher gültigen Grenzen für mögliche staatliche

Finanzspritzen von jeweils 200 Milliarden Dollar seien aufgehoben worden, teilte das US-Finanzministerium in Washington mit. Die Regelung gelte für die kommenden drei Jahre.dpa

Yves Rocher gestorben

Paris - Der französische Kosmetik-König Yves Rocher ist tot. Der Gründer und Präsident der Groupe Yves Rocher starb am Samstag in Paris im Alter von 79 Jahren. Präsident Nicolas Sarkozy würdigte ihn als „großen französischen Industriellen, Erfinder der Kosmetik auf Grundlage von Pflanzenprodukten und Pionier des Versandhandels“. Rocher habe sich „in den Dienst der Schönheit der Frau“ sowie „der dauerhaften Beschäftigung und des Umweltschutzes“ gestellt.dpa

Japan verabschiedet Rekordhaushalt

Tokio - Japans Regierung hat am Freitag den Haushalt für 2010 mit einem Rekordvolumen von 93,3 Billionen Yen (700 Milliarden Euro) verabschiedet. Die Regierung von Ministerpräsident Yukio Hatoyama legte den Schwerpunkt bei den Ausgaben auf Maßnahmen zum Ankurbeln des privaten Konsums. Vor allem Familien mit Kindern sollen mehr Geld zur Verfügung gestellt bekommen, öffentliche Verschwendung soll dagegen bekämpft werden. „Ich würde diesen Haushalt als einen Haushalt beschreiben, der das Leben der Menschen schützt“, sagte Hatoyama am Freitag. Japan wird über Staatsanleihen neue Schulden im Wert von 44,3 Billionen Yen aufnehmen. Die Steuereinnahmen sinken der Prognose zufolge dagegen auf 37,4 Billionen Yen und damit auf den niedrigsten Wert seit 1984. dpa

Mieter zahlen mehr

Berlin - Für die rund 40 Millionen Mieter in Deutschland ist das Wohnen 2009 erneut teurer geworden. Auf Entlastung können sie nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds erst im kommenden Jahr hoffen. „Die Kaltmieten stiegen durchschnittlich zwar nur um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verglichen

mit allen anderen Preisen in Deutschland und einer zu erwartenden Inflationsrate von 0,2 Prozent ist das allerdings viel“, sagte Mieterbundsdirektor Lukas Siebenkotten. Vor allem wer die Wohnung 2009 gemietet habe, „musste spürbar tiefer in die Tasche greifen“. APD

Schokolade wird teurer

Düsseldorf - Naschkatzen müssen 2010 mit Preiserhöhungen für Schokoladenprodukte rechnen. „Sollte sich der Kakao in den nächsten Monaten weiter so verteuern, kommen wir um Preisanpassungen nicht herum“, sagte der Geschäftsführer des Süßwarenhandelsverbands Sweets Global Network (SG), Hans Strohmaier. Wegen des wachsenden Einflusses von Spekulanten und Investoren sei der Kakaopreis auf immer neue Rekordhöhen gestiegen. Dass der Verbraucher davon bislang nichts zu spüren bekam, habe er vor allem dem harten Preiskampf im Einzelhandel zu verdanken. APD

Handel mit Weihnachten zufrieden

Berlin - Der Handel ist relativ zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. „Die Verbraucher haben sich von der Krise nicht verrückt machen lassen“, sagte die stellvertretende Sprecherin des Handelsverbands Deutschland, Ulrike Hörchens. „Wir gehen davon aus, dass wir das Weihnachtsgeschäft mit einem Minus von 1,5 Prozent abschließen werden. Das ist besser als das Gesamtjahr.“ dpa

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