Wirtschaft : NACHRICHTEN

7,6 Millionen Euro für Lehman-Opfer

London - Europäische Kunden der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brothers erhalten elf Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) zurück. Mehr als 90 Prozent der früheren Kunden hätten einem entsprechenden Plan zugestimmt, teilte der Insolvenzverwalter der britischen und europäischen Töchter, PricewaterhouseCoopers, mit. Die Betroffenen müssten ihre Ansprüche bis zum 19. März geltend machen. Von den 32 Milliarden Dollar schweren Kundeneinlagen wurden bereits 13,3 Milliarden Dollar an die Investoren ausbezahlt. dpa

Viel mehr Arbeitslose im Dezember

Nürnberg - Zum Jahresende zeichnet sich in Deutschland ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit ab. Nach Berechnungen von Bankenvolkswirten ist die Zahl der Erwerbslosen im Dezember um rund 110 000 auf 3,325 Millionen gestiegen. Dies seien rund 220 000 mehr als vor einem Jahr, sagen die Fachleute in einer Umfrage. Die Experten machen für den Anstieg neben dem frühen Wintereinbruch vor allem die weiterhin schwierige Lage der deutschen Industrie verantwortlich. dpa

Opel-Betriebsrat gegen GM-Pläne Rüsselsheim - Kurz vor Verhandlungsbeginn über die Zukunft Opels hat der Betriebsrat das Sanierungskonzept des Mutterkonzerns General Motors (GM) scharf kritisiert. „Ein Abbau von knapp 9000 Stellen in Europa kommt für uns nicht infrage“, sagte der Chef des Europäischen Arbeitnehmerforums, Klaus Franz, der „Frankfurter Rundschau“. Ein Stellenabbau in diesem Umfang sei „betriebswirtschaftlich unsinnig“ und nicht zwingend, sagte er. Franz forderte einen höheren Eigenbeitrag von GM zur Sanierung des Europageschäfts. dpa

Krise trifft Binnenschiffer

Wiesbaden - Die Wirtschaftskrise hat auch der Binnenschifffahrt in Deutschland drastische Einbußen eingebrockt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, ging der Güterverkehr in der Branche in den ersten drei Quartalen 2009 um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Statt fast 187 Millionen Tonnen seien nur noch rund 151 Millionen Tonnen transportiert worden. APD

Gazprom kauft mehr VNG-Anteile

Leipzig - Der russische Energiekonzern Gazprom steht bei der geplanten Erhöhung seiner Anteile am Gasimporteur VNG kurz vor dem Ziel. Der VNG-Vorstand berief für den 29. Januar eine außerordentliche Hauptversammlung ein, wie WERK LEIPZIG]der/WERK LEIPZIG] elektronische Bundesanzeiger meldet. Durch den Kauf erhöht sich die Beteiligung von Gazprom an VNG nur um gut fünf auf 10,52 Prozent, zusammen mit dem 15,79-prozentigen Anteil ihres Partners Wintershall könnten die Russen aber auf eine Sperrminorität kommen.dpa

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