Wirtschaft : NACHRICHTEN

Moskau dreht Weißrussen das Öl ab

Moskau - Russland hat im Streit um Ölpreise und Transitgebühren Händlern zufolge seine Öllieferungen an Weißrussland unterbrochen. Seit dem 1. Januar werde kein Öl mehr an weißrussische Raffinerien weitergeleitet. Die Weiterleitung von russischem Öl nach Deutschland sei jedoch nicht beeinträchtigt. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko werde sich am Montag in die Verhandlungen einschalten. Weißrussland bezieht täglich rund 400 000 Barrel russisches Öl und exportiert einen Großteil der Verarbeitungsprodukte in den Westen. Weißrussland hat eine Erhöhung der Transitgebühren für russisches Öl um das Zehnfache auf 45 Dollar pro Tonne angedroht. Zuvor hatte Russland von dem Nachbarland gefordert, die vollen Exportzölle auf den Teil der Öllieferungen zu zahlen, deren Raffinierieprodukte nicht in Weißrussland verbraucht, sondern exportiert werden. Russland verteidigt den Schritt damit, dass es Nachbarländer nicht länger subventionieren wolle und stattdessen Marktpreise verlange. rtr

Tokios Börse macht Tempo

Tokio - Das neue Handelssystem der Tokioter Börse hat seine letzten Tests abgeschlossen und ist bereit für sein Debüt am heutigen Montag. Das teilte der Betreiber am Wochenende mit. Das „Arrowhead“ (deutsch: „Pfeilspitze“) genannte System für umgerechnet rund 100 Millionen Euro soll 600 Mal schneller sein als die bisherige Technik. Ein Geschäft läuft dann in fünf Millisekunden durch statt bislang bis zu drei Sekunden. Die Börse stellt 200 Server bereit, die an geheimen Standorten in der japanischen Hauptstadt verteilt sind. Der größte Handelsplatz Asiens wurde für seine langsames Tempo und berüchtigten Ausfälle seit langem belächelt. rtr

Frauen kaufen mehr Autos

Frankfurt am Main - Im Jahr der Abwrackprämie haben sich deutlich mehr Frauen für einen Autokauf entschieden als in den Vorjahren. Wie das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen am Sonntag berichtete, stieg der Frauenanteil unter den Neuwagenkäufern 2009 auf 39 Prozent. Im Vorjahr habe der Frauenanteil noch bei 31,6 Prozent gelegen. APD

Freiberufler sehen 2010 optimistisch

Berlin - Die deutschen Freiberufler erwarten ungeachtet der Finanzkrise gute Geschäftsergebnisse und Umsätze. Besonders in den freien Heilberufen sei die Stimmung gut, teilte der Bundesverband der Freien Berufe am Sonntag mit. Das liege auch daran, dass Konjunkturkrisen die Gesundheitswirtschaft zeitverzögert träfen. Insgesamt bewerten die rund eine Million Selbstständigen ihre Lage mit der Note 3,39 – noch befriedigend. Vor einem Jahr lag der Wert bei 3,78. dpa

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