Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bahn-Tochter erhält Großauftrag

Berlin - Die Frachttochter der Deutschen Bahn hat einen Großauftrag in Australien bekommen. Der Vier-Jahres-Vertrag mit einem Volumen von rund 350 Millionen Euro sieht Transporte für ein dortiges Gasfördervorhaben vor, wie der bundeseigene Konzern am Montag in Berlin mitteilte. Die Logistikspezialisten von DB Schenker sollen demnach Teile für den Bau einer Gasverflüssigungsanlage nach Asien oder direkt nach Australien liefern. Auftraggeber ist ein Konsortium der Energiekonzerne Chevron, Exxon Mobil und Shell. dpa

Griechen sparen später

Athen - Das neue Sparprogramm der griechischen Regierung wird der Europäischen Union mit Verzögerung präsentiert. Statt am Montag soll das „Schock-Sparprogramm“, wie es in Griechenland inzwischen genannt wird, erst am 6. Januar den EU-Finanzexperten und der Europäischen Zentralbank vorgestellt werden. Grund für die Verzögerung sei der Wunsch Athens, dass keine Details an die Presse durchsickern, hieß es aus Regierungskreisen. Die Presse spekulierte dagegen, die EU sei bereits informiert und habe Bedenken über die Effektivität des Sparprogramms geäußert, mit dem die griechische Regierung die drohende Zahlungsunfähigkeit verhindern will. dpa

Berlin nimmt viel ein

Berlin - Trotz der Finanzkrise hat Berlin 2009 Steuereinnahmen auf hohem Niveau erzielt. Nur in den Boomjahren 2007 und 2008 mussten die Berliner noch mehr Steuern entrichten, teilte der Vorstandschef des Bundes der Steuerzahler Berlin, Alexander Kraus, am Montag mit. Das Gesamtsteueraufkommen Berlins erreichte den Angaben zufolge bis November 2009 knapp 8,6 Milliarden Euro. Es sei um 7,8 Prozent höher ausgefallen als im Vergleichszeitraum 2006 und um 21,7 Prozent höher als 2005. Zahlen für Dezember lagen noch nicht vor. ddp

US-Industrie erholt sich schneller

New York - Die US-Industrie hat sich zum Jahresende deutlich stärker erholt als erwartet. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg auf 55,9 von 53,6 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag mitteilte. Experten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 54,3 Punkte gerechnet. Ab Werten von 50 Punkten wird Wachstum signalisiert.rtr

Arbeiter protestieren bei Hymer

Paris - Aus Protest gegen die mögliche Schließung eines Werks des Wohnwagenherstellers Hymer im Elsass haben wütende Arbeiter die Inneneinrichtung von sechs Fahrzeugen in Brand gesteckt. Die aufgebrachten Angestellten machten ihrem Ärger über das „völlige Schweigen“ des deutschen Mutterhauses zum Schicksal des Standortes Luft, wie Sprecher der Belegschaft sagten. Sie kündigten zugleich an, am Mittwoch einen ganzen Wohnwagen zu verbrennen, wenn sich bis dahin „nichts bewegt“ habe. Das Werk mit rund 190 Mitarbeitern im elsässischen Cernay befindet sich seit dem 25. November in einem Insolvenzverfahren, das am 20. Januar zu Ende geht. Seit Beginn dieses Verfahrens lasse die Hymer AG im bayerischen Bad Waldsee die Belegschaft im Unklaren über ihre Pläne, sagte ein Gewerkschaftssprecher. AFP

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