Wirtschaft : NACHRICHTEN

Rezession schmälert Einkommen

Wiesbaden/Berlin - In der schärfsten Rezession der Nachkriegszeit sind die Löhne der Deutschen so stark gesunken wie seit der Wiedervereinigung nicht. Die Bruttogehälter schrumpften im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent auf knapp 991 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Grund dafür waren vor allem die Einbußen wegen der Kurzarbeit und geringere Vergütungen. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte legten nur um 0,4 Prozent zu und damit so gering wie seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr. Die Sparquote – der Einkommensteil, den die Menschen nicht ausgeben – blieb mit 11,2 Prozent auf dem hohen Niveau von 2008. rtr

Arbeitgeber machen kein Angebot

Potsdam - Zum Auftakt der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt. Man wolle zunächst erfahren, wie die Gewerkschaften ihre Forderung nach einem Lohnzuwachs von fünf Prozent begründen, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), Verhandlungsführer der Arbeitgeber, in Potsdam. Er erwarte schwierige Tarifgespräche für die rund zwei Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen. Angesichts der Wirtschaftskrise seien die Forderungen der Arbeitnehmer maßlos. Frank Bsirske, Chef der Gewerkschaft Verdi, bekräftigte die Forderung seiner Organisation. rtr

Siemens beruft neuen US-Chef

München - Siemens beruft den Unternehmensberater Eric Spiegel zum neuen Chef seines US-Geschäfts. Der 52-Jährige werde ab kommender Woche die Leitung der Landesgesellschaft übernehmen, teilte der Konzern mit. Spiegel arbeitete zuletzt bei der Beratungsfirma Booz & Company. Der Manager verfüge über 25 Jahre Erfahrung in der Energieerzeugung und -versorgung und der Industrie, hieß es. Sein Vorgänger George Nolen hatte sich Ende August mit 53 Jahren überraschend in den Ruhestand verabschiedet. Siemens beschäftigt in den USA rund 64 000 Mitarbeiter und macht dort mit knapp 16 Milliarden Euro rund ein Fünftel des Konzernumsatzes. rtr

Opel hatte die meisten Rückrufe

Stuttgart - Der Autohersteller Opel hat nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr seine Modelle am häufigsten in die Werkstätten zurückrufen müssen. Wie aus einer Statistik des Fachmagazins „Auto Motor und Sport“ hervorgeht, hatten die Rüsselsheimer in neun Wellen insgesamt 499 000 Wagen einbestellt, um technische Defekte zu beheben oder ihnen vorzubeugen. Allein 266 000 Diesel- Astra und Zafira sollten wegen der fehlerhaften Beschichtung des Hilfsrahmens in die Werkstatt. Marktführer Volkswagen war hingegen nur mit 80 000 Fahrzeugen an den mehr als 100 Rückrufaktionen sämtlicher Hersteller beteiligt. dpa

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