Wirtschaft : NACHRICHTEN

EU-Kommissar sieht auf Finanzmarkt

Brüssel - Eine lückenlose Regulierung der Finanzmärkte ist oberste Priorität des künftigen EU-Binnenmarktkommissars Michel Barnier. Der Franzose hob das von Deutschland und Frankreich verfochtene Prinzip als Leitlinie seiner künftigen Arbeit hervor: „Kein Markt, kein Finanzakteur, kein Produkt und keine Region sollte sich einschlägiger Regulierung und wirksamer Aufsicht entziehen können.“ Die Finanzmärkte müssten in den Dienst der Märkte gestellt und neue Krisen verhindert werden, sagte Barnier am Mittwoch bei seiner Anhörung im Europäischen Parlament. Allerdings betonte er seine Unabhängigkeit von nationalen Interessen. „Ich nehme keine Befehle aus London, Paris oder Berlin entgegen.“ Bei den konkreten Vorhaben hielt er sich jedoch an die bereits festgelegte Agenda. rtr

Elia will Netz von Vattenfall kaufen

Brüssel - Der belgische Stromnetzbetreiber Elia will die Fernleitungen der schwedischen Vattenfall in Ostdeutschland kaufen. Elia teilte dies am Mittwoch in einer kurzen Erklärung mit und bestätigte damit einen Bericht des Tagesspiegels. Vattenfall, der viertgrößte Energiekonzern Deutschlands, will seit längerem sein knapp 10 000 Kilometer langes Fernleitungsnetz in Deutschland verkaufen, die Finanzkrise verhinderte aber bisher einen Abschluss. Elia betreibt das komplette belgische Mittel- und Hochspannungsnetz und bildet so auch die Stromverbindung zwischen Frankreich und Nordeuropa. Das Unternehmen ist zudem Mehrheitseigentümer der Strombörse Beplex. alf/rtr

Bundesbank schließt Filialen später

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bundesbank schiebt die umstrittene Schließung von Filialen in Deutschland in mehreren Städten um bis zu drei Jahre auf. Insgesamt sollen von den derzeit noch 47 Filialen zwölf geschlossen werden, sagte eine Bundesbanksprecherin am Mittwoch. Zusätzlich wird die Betriebsstelle in Lörrach dichtgemacht. Sie gehört mit den Filialen in Cottbus, Kassel, Meiningen, Aachen, Duisburg und Flensburg zu den Standorten, die bereits bis September 2012 schließen müssen. Bis März 2015 sollen Dresden, Gießen und Lübeck schließen, sechs Monate später sind Bayreuth, Bremen und Kiel dran. Die Verschiebung soll den Beschäftigten und ihren Familien Zeit geben, sich auf die Veränderungen einzustellen. dpa

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