Wirtschaft : NACHRICHTEN

DIW im Hauptausschuss

Berlin - Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat sich am Mittwoch mit der Finanzaffäre beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) befasst. Staatssekretär Hans-Gerhard Husung (SPD) von der Aufsicht führenden Wissenschaftsverwaltung kündigte an, den Parlamentariern alle Berichte zur Verfügung stellen zu wollen, wie ein Abgeordneter nach der Sitzung berichtete. Konkrete Einschätzungen, etwa zum umstrittenen DIW DC in Washington, verweigerte Husung. Die Senatsverwaltung will bis zum 10. Februar zu den Vorwürfen des Rechnungshofes und der Reaktion des DIW Stellung nehmen. alf

Telekom droht Tarifkonflikt mit Verdi Düsseldorf - Der Deutschen Telekom droht ein Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi. Die Arbeitnehmervertreter hätten die zweite Verhandlungsrunde für die rund 22 000 Beschäftigten der Großkundensparte T-Systems am Mittwoch vorzeitig beendet, da die Telekom noch immer kein Angebot vorgelegt habe, sagte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder. Die Telekom räumte ein, dass die Positionen „noch weit auseinander“ lägen. Verdi fordert fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt. rtr

Deutsche Börse streicht Stellen

Frankfurt - Die Deutsche Börse AG streicht bis zu zehn Prozent ihrer Stellen. Wie das „Handelsblatt“ erfuhr, sind alle Töchter des Konzerns, der insgesamt rund 3300 Mitarbeiter beschäftigt, betroffen. Der Frankfurter Börsenbetreiber reagiere damit auf das krisenbedingt schwächere Geschäft im Wertpapier- handel. Die Börse leidet unter der mangelnden Investitionsbereitschaft der Anleger und dem Wettbewerb der elektronischen Handelsplattformen. HB

Sammelklage gegen Finanzvertrieb Hannover - Der zum Versicherer Swiss Life gehörende Finanzvertrieb AWD sieht sich mit Millionenforderungen von verärgerten Anlegern konfrontiert. Die österreichische Verbraucherschutzorganisation VKI werde am Donnerstag drei weitere Sammelklagen gegen AWD einbringen, teilte die VKI mit. Damit seien nun alle Ansprüche von rund 2500 Anlegern geltend gemacht. Der Gesamtstreitwert betrage fast 40 Millionen Euro. rtr

Solon-Chef Thomas Krupke geht

Berlin - Der krisengeschüttelte Solarmodulhersteller Solon wechselt Vorstandschef Thomas Krupke aus. Er wird abgelöst durch Stefan Säuberlich, bislang Manager bei den Wadan-Werften. Das teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Solon befinde sich in einem grundlegenden Restrukturierungsprozess. Dies mache aus Sicht des Aufsichtsrats eine personelle Erneuerung an der Firmenspitze erforderlich. Zudem werde der Vorstand verkleinert. Solon hatte zuvor einen deutlichen operativen Verlust für das Gesamtjahr 2009 angekündigt. rtr

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