Wirtschaft : NACHRICHTEN

Sparkassen drohen mit Ausstieg  

Stuttgart - Die Sparkassen drohen mit einem Ausstieg aus der Landesbank Baden-Württemberg, sollte die LBBW privatisiert werden. „Die Sparkassen haben einen öffentlichen Auftrag“, sagte der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, Peter Schneider, am Dienstag. Sollte es zu einem Verkauf der LBBW-Anteile des Landes an einen privaten Investor kommen, würde das auch das Ende der Trägerschaft der Sparkassen bedeuten. Der designierte Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hatte mittelfristig eine Privatisierung der größten deutschen Landesbank nicht ausgeschlossen. dpa

London will Derivate nicht regulieren London - Unternehmen außerhalb des Finanzsektors sollen sich nach Ansicht der britischen Regierung weiterhin mit unregulierten Derivategeschäften gegen Preisrisiken absichern können. Man dürfe Absicherungsgeschäfte für diese Unternehmen nicht durch Strafgebühren für außerbörsliche, dezentral abgewickelte Geschäfte erschweren, sagte der britische Finanzminister Paul Myners am Dienstag vor einem Ausschuss des Oberhauses. „Wir sehen keinen Bedarf dafür, dass standardisierte Derivate auf organisierten Plattformen gehandelt werden müssen." Damit unterstützt Myners Forderungen von Fluggesellschaften, Industriekonzernen und der Landwirtschaft, die zum Beispiel Währungs- oder Ölpreisrisiken über Derivate absichern. Die Konzerne sind gegen eine Pflicht zum Börsenhandel. rtr

Solar-Firmen wollen sich wehren

Erfurt/Berlin - Die deutsche Solarindustrie macht Front gegen die geplante Kürzung der Solarstrom-Förderung. An diesem Donnerstag seien bundesweit Aktionen geplant, an denen sich zahlreiche Firmen beteiligen wollen, erklärte ein Sprecher des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) am Dienstag. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Förderung neuer Solaranlagen zum 1. April um 15 Prozentpunkte reduzieren, bei Freianlagen auf Ackerflächen später um 25 Punkte. Die Branche hält die Kürzung für zu hochSCHOTT SOLAR]. dpa

Cadbury-Aktionäre sagen Ja zu Kraft

London - Die Übernahme des britischen Süßwarenherstellers Cadbury durch den US-Lebensmittelkonzern Kraft Foods (Milka, Philadelphia, Mirácoli, Jacobs Kaffee) ist perfekt. Die Cadbury-Aktionäre nahmen die Offerte des US-Konzerns an, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bislang sprachen sich Cadbury-Aktionäre mit einem Anteils-Volumen von über 70 Prozent dafür aus, das Kraft-Angebot von rund 11,5 Milliarden Pfund (13,2 Milliarden Euro) anzunehmen. Zuvor hatte schon das Cadbury-Management grünes Licht gegeben. Damit sind die monatelange Übernahmeschlacht und die 186-jährige Eigenständigkeit von Cadbury Geschichte. dpa

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