Wirtschaft : NACHRICHTEN

EU-Kommission verdächtigt Siemens und ABB der Preisabsprache

Brüssel - Die EU-Kommission verdächtigt die Elektrokonzerne Siemens und ABB der verbotenen Preisabsprache. Beide Firmen bestätigten eine Untersuchung der EU. Ohne die Firmen namentlich zu nennen, gab die Brüsseler Behörde am Mittwoch Durchsuchungen der Büros bei Elektrokonzernen im Januar bekannt. Die Kommission glaubt, dass die Unternehmen mit ihren Geschäftspraktiken gegen EU-Kartellregeln verstoßen haben könnten. Dabei haben die Wettbewerbshüter die Preise für Wechselstrom-Übertragungstechnik im Visier. Kreisen zufolge handelt es sich um Vorgänge aus dem Jahr 2006. dpa

US-Banken zahlen Boni in Milliardenhöhe

New York - Neuer Wirbel um großzügige Bonus-Zahlungen bei den beiden mit Steuergeldern geretteten US-Finanzkonzernen Bank of America und AIG: Trotz eines Milliardenverlusts im vergangenen Jahr bekommen die Investmentbanker der Bank of America nach Informationen des „Wall Street Journals“ jeweils eine Vergütung zwischen 300 000 und 500 000 Dollar. Insgesamt zahle die Bank mehr als vier Milliarden Dollar an ihre Investmentbanker aus. Bei AIG sollten am Mittwoch 100 Millionen Dollar ausgezahlt werden. dpa

Paris rechnet erst zum Monatsende mit Einigung beim A400M

Paris - Im Streit über die Kostenexplosion beim Militärtransportflugzeug A400M hoffen die Bestellernationen laut französischen Angaben bis Monatsende auf eine Einigung mit dem Rüstungskonzern EADS. Nach dem am Donnerstag geplanten Treffen von Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel sei mit keiner offiziellen Erklärung dazu zu rechnen, erklärte ein französischer Regierungsvertreter am Mittwoch. EADS hatte als Mutterkonzern des Herstellers Airbus damit gedroht das Projekt einzustellen, sollten die Staaten nicht zu milliardenschweren Nachzahlungen bereit sein. rtr

Die Kosten für das Raketensystem MEADS explodieren

Berlin - Das Flugabwehrsystem MEADS des US-Rüstungskonzerns Lockheed mit Beteiligung von Deutschland und Italien wird wesentlich teurer als erwartet. Wie aus geheimen Bundeshaushaltsunterlagen, die dem „Handelsblatt“ vorliegen, hervorgeht, sind schon die Entwicklungskosten explodiert. Waren für diese erste Phase 850 Millionen Euro für die deutsche Beteiligung vereinbart, so schätzen die Haushälter die tatsächlichen Kosten jetzt auf 1,49 Milliarden Euro. Das seit Jahren umstrittene Projekt, dem viele Experten und Parlamentarier aller Parteien wegen seiner beschränkten Reichweite von nur 1000 Kilometer Sinn und Nutzen absprechen, dürfte deshalb statt der eingeplanten drei Milliarden Euro mindestens fünf Milliarden kosten. HB

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