Wirtschaft : NACHRICHTEN

Die meisten können nicht alles geben

Düsseldorf - Die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland kann im Job nicht die volle Leistung bringen. 63 Prozent fühlen sich in ihrer Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz um mindestens ein Viertel eingeschränkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage unter mehr als 1000 Arbeitnehmern. Auftraggeber ist das Fürstenberg Institut, ein Anbieter von betrieblichem Gesundheitsmanagement. Jeder zweite Befragte gab psychische Belastungen wie Stress als Ursache an, ebenso viele fühlen sich durch körperliche Beschwerden, allen voran Rückenschmerzen, gehandicapt. Diese Produktivitätsverluste kosten Arbeitgeber in Deutschland jährlich etwa 262 Milliarden Euro, hat das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut hochgerechnet. HB

Deutsche Industrie stürzt ab

Berlin - Die deutsche Industrie hat im Krisenjahr 2009 den schärfsten Umsatzeinbruch seit Gründung der Bundesrepublik erlitten. Die Erlöse sanken bereinigt um die Zahl der Arbeitstage um 17 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dabei brach das Geschäft mit Kunden im Ausland um mehr als ein Fünftel ein. Auch im Inland setzten die Industriebetriebe 13,9 Prozent weniger ab. Im Monat Dezember sanken die Erlöse verglichen mit dem Vorjahresmonat nur noch um sechs Prozent. Einige Branchen konnten wieder Umsatzzuwächse erzielen: „Bei Chemie und Autos geht es bergauf“, sagte ein Statistiker. Den stärksten Rückgang mussten die Maschinenbauer mit minus 23,7 Prozent hinnehmen. rtr

Indische Industrie boomt

Neu-Delhi - Der Boom in Indien hält an: Die indische Regierung rechnet für das Ende März ablaufende Finanzjahr 2009/2010 mit einem Wirtschaftswachstum von 7,2 Prozent in dem aufstrebenden südasiatischen Land. Die staatliche Statistikbehörde CSO teilte am Montag mit, das Wachstum werde vor allem vom produzierenden Gewerbe angetrieben, das um 8,9 (Vorjahr: 3,2) Prozent zulegen werde. 2008/2009 hatte das indische Wirtschaftswachstum bei 6,7 Prozent gelegen. dpa

Frankreich exportiert mehr Rüstung

Paris - Frankreich hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Rüstungsgüter als 2008 ins Ausland verkauft. Französische Hersteller hätten 2009 Aufträge für Waffen und Rüstungsmaterial im Wert von 7,95 Milliarden Euro abgeschlossen, 21 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit. Grund für den Anstieg ist unter anderem der Verkauf von vier U-Booten des Typs Scorpène an Brasilien. Frankreich war nach Angaben des Ministeriums der weltweit viertgrößte Rüstungsexporteur nach den USA, Großbritannien und Russland. Ziel der französischen Regierung ist es, mittelfristig den Wert der Rüstungsexporte auf zehn Milliarden Euro zu steigern. Mit Russland spricht Paris derzeit über den Verkauf von bis zu vier Hubschrauberträgern. AFP

EU sorgt sich um Landesbanken

Berlin - Die scheidende EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat Sorgen über die Kapitalausstattung der Landesbanken geäußert. Mit der geplanten Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften kämen auf die Finanzwirtschaft neue Lasten zu, sagte Kroes dem „Handelsblatt“. „Bedeutsam ist das insbesondere für die deutschen Landesbanken und für die spanischen Banken. Sie müssen ihr Haus jetzt in Ordnung bringen. Sonst werden sie die neuen Kapitalanforderungen nicht verkraften“, sagte Kroes. rtr

Lkw-Branche erholt sich leicht

Hamburg - Die Anzeichen für eine Erholung der krisengebeutelten Lkw-Branche haben sich zu Jahresanfang verdichtet. Im Januar sei der Auftragseingang aus dem Inland binnen Jahresfrist um sechs Prozent gestiegen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag mit. Besonders hoch war der Orderzuwachs demnach bei Nutzfahrzeugen über sechs Tonnen, hier zogen die Bestellungen um 21 Prozent an. VDA-Chef Matthias Wissmann erklärte, obwohl der Zuwachs noch auf niedrigem Niveau liege, erscheine eine allmähliche Erholung des Marktes realistisch. rtr

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