Wirtschaft : NACHRICHTEN

Keine Ermittlungen gegen die Gasag

Berlin - Die Berliner Staatsanwaltschaft will nicht wegen Betrugs gegen die Vorstände des Gasversorgers Gasag ermitteln. Sie wies eine entsprechende Strafanzeige des Energieexperten Kurt Markert, Juraprofessor an der FU Berlin, zurück, wie der Tagesspiegel erfuhr. Markert hatte den Gasag-Verantwortlichen vorgeworfen, sie hätten sich im Zuge der Preiserhöhungen 2005 und 2006 an rund 50 000 Kunden bereichert und würden zu Unrecht in der Öffentlichkeit den Eindruck erwecken, diese hätten keinerlei Ansprüche. Damit spekuliere die Gasag auf Verjährung dieser Ansprüche. Das sah die Staatsanwaltschaft so nicht. Die Gasag zeigte sich davon „nicht überrascht“. Markert schickte der Staatsanwaltschaft jetzt Gegenargumente, die erneut geprüft werden dürften. kph

Bahn und Industrie streiten

Berlin - Zwischen der Bahn und der Fahrzeugbranche ist ein Streit über die Schuld an den winterlichen Zugausfällen und Technikproblemen entbrannt. Der Verband der Bahnindustrie (VDB) verwahrte sich am Dienstag gegen „einseitige Beschuldigungen“. Die Wartung ihrer Züge erledige die Bahn komplett in Eigenregie. Die Bahn verwies erneut auf die Verantwortung der Industrie. Technikvorstand Volker Kefer sagte, die Bahn habe die Hersteller „immer wieder auf mangelnde Qualität und Zuverlässigkeit von Zugtypen hingewiesen“. Er seien Fahrzeugkomponenten geliefert worden, die sich nicht als dauerfest erwiesen hätten. „All dies hat mit Wartung und Instandhaltung von Zügen nichts zu tun.“ dpa

Google in Echtzeit

New York - Der Internet-Konzern Google will seinen E-Mail-Dienst um Funktionen erweitern, die Netzwerke wie Facebook und Twitter populär gemacht haben. Die Nutzer von Googlemail sollen bald Botschaften und Status-Meldungen in Echtzeit an ihre Kontakte schicken und deren Nachrichten beobachten können, berichtete das „Wall Street Journal“. Dabei wolle Google auch seine Video-Plattform Youtube und den Fotodienst Picasa einbinden.  dpa

Single-Börsen werden vereint

München - Deutschlands Singlebörse Neu.de und das Datingportal Match.com werden zusammengelegt. Der Kundenservice für sämtliche Match.com-Mitglieder werde ab sofort über Neu.de in München sichergestellt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im vergangenen Jahr hatte der Mutterkonzern von Neu.de, die französische Meetic Gruppe, das Europa-Geschäft von Match.com übernommen. Match.com bleibt auch nach der Zusammenlegung als Marke bestehen. Tsp

Milliarden für Stromnetze geplant

Essen - Die Energieunternehmen wollen in den nächsten zehn  Jahren in Deutschland 40 Milliarden Euro in neue Stromnetze investieren. Der Ausbau habe höchste Priorität, erklärte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Dienstag. „Neue Netze sind die Voraussetzung für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, für das Fahren mit umweltfreundlichen Autos und den Einsatz von Elektroautos“, sagte Roger Kohlmann vom BDEW. dpa

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