Wirtschaft : NACHRICHTEN

Weg für Ostseepipeline frei

Helsinki/Stralsund/Zug - Der Weg zum Bau der 1200 Kilometer langen Gaspipeline Nord Stream durch die Ostsee ist frei: Wie das russisch geführte Konsortium am Freitag aus seiner Zentrale im schweizerischen Zug mitteilte, haben finnische Umweltbehörden die letzten noch ausstehenden Genehmigungen übermittelt. An Nord Stream sind neben der russischen Gazprom, dessen Aufsichtsratschef der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist, auch die deutschen Konzerne Eon und BASF/Wintershall sowie die niederländische Gasunie beteiligt. Im April soll mit der Verlegung der Röhren vom russischen Wyborg bis Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern begonnen werden. Das Projekt ist in mehreren Ostseeländern wegen befürchteter Belastungen für die Umwelt und der deutlich zunehmenden russischen Einflussmöglichkeiten stark umstritten. dpa

Wenige Schlichtungsfälle

Berlin - Die Schlichtungsstelle Nahverkehr in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr 112 Beschwerden von Fahrgästen erhalten. Die geringe Zahl erkläre sich vor allem damit, dass die Beschwerdestellen der einzelnen Verkehrsunternehmen gut arbeiteten und häufig zugunsten des Fahrgastes entschieden, sagte Werner Faber vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Freitag. Gleichzeitig sei dies aber auch ein Indiz, dass die seit einem Jahr bestehende Stelle noch bekannter werden müsse. Als Erfolg wertete er, dass die Empfehlungen der Schlichter von den Fahrgästen und den Verkehrsunternehmen fast immer akzeptiert würden. Träger der Schlichtungsstelle Nahverkehr sind den Angaben zufolge 44 Verkehrsunternehmen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. ddp

Deutsche schlachten wie nie

Wiesbaden - In den deutschen Schlachthöfen ist im vergangenen Jahr so viel Fleisch verarbeitet worden wie nie zuvor. Die Menge stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 7,7 Millionen Tonnen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. Mehr als 56 Millionen Schweine und 3,8 Millionen Rinder wurden angeliefert. Zugenommen hat der Anteil an Geflügel und Schweinefleisch, dessen Menge nun knapp 68 Prozent der gesamten Produktion ausmacht. Knapp jedes zehnte Schwein wurde zur Schlachtung importiert. Beim Rindfleisch setzte sich hingegen der langjährige leichte Abwärtstrend fort. dpa

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