Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bahn-Tarifgespräche scheitern

Berlin/Frankfurt am Main - Die Gespräche über einen Flächentarifvertrag mit einheitlichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten der Deutschen Bahn und der privaten Schienenunternehmen sind gescheitert. Die großen nicht bundeseigenen Eisenbahnunternehmen Veolia, Abellio, Arriva, Benex und Keolis sowie die Arbeitgebervereinigung Öffentlicher Nahverkehr verweigerten am Donnerstag die Aufnahme formaler Verhandlungen, wie die Bahn-Gewerkschaften GDL, Transnet und GDBA am Freitag mitteilten. Laut GDL wollen die Unternehmen erst über einen Flächentarif verhandeln, wenn die Gewerkschaften darauf verzichten, Löhne auf dem Niveau der Deutschen Bahn zu fordern. Die GDL erklärte, sie werde für ihr Ziel, dass sämtliche Lokführer und Zugbegleiter auf dem Niveau der Deutschen Bahn bezahlt werden, auch streiken. AFP

Automarkt schwächelt noch stärker

Duisburg/Frankfurt am Main - Der deutsche Automarkt steckt nach einer Studie noch tiefer in der Krise als bislang angenommen. „Die Marktschwäche ist deutlich größer als die Zulassungszahlen des Monats Januar zeigen, denn im Januar wurden 29 Prozent aller Neuwagen als Hersteller- und Händlerzulassungen in den Markt gebracht“, schreibt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center an der Universität Duisburg-Essen. Das sei ein sehr hoher Wert. Mit diesen taktischen Zulassungen senken die Händler die Verkaufspreise ihrer Neuwagen. Ohnehin waren im Januar mit rund 181 200 Neuzulassungen so wenige Fahrzeuge wie noch nie seit der Wiedervereinigung in Deutschland verkauft worden. Dudenhöffer schließt daraus, das dem deutschen Automarkt „ein sehr frostiges Jahr“ bevorsteht. dpa

Obama kritisiert Toyota

Washington - US-Präsident Barack Obama hat dem japanischen Autohersteller Toyota, der jüngst acht Millionen Autos zurückrufen musste, laxen Umgang mit Sicherheitsfragen vorgeworfen. „Jeder Autohersteller hat eine Verpflichtung, wenn es um öffentliche Sicherheit geht“, sagte Obama. Die Firmen müssten solche Probleme rasch offen zugeben und entschlossen dagegen vorgehen. „Wir wissen bislang nicht, ob das bei Toyota geschehen ist“, sagte Obama der Agentur Bloomberg. „Das wird untersucht werden.“ Der Rückruf von über acht Millionen Autos weltweit war vor allem ein gigantischer Imageschaden für Toyota. dpa

Kontrollen bei Prepaid-Handys fehlen

Hannover - Durch lasche Kontrollen ermöglichen mehrere Lebensmittel-Discounter laut einem Magazinbericht den Kauf von Prepaid-Handys unter falschem Namen. Das leiste Straftaten wie Identitätsdiebstahl Vorschub, warnt die Computerzeitschrift „c''t“ in ihrer neuen Ausgabe. Ein Redakteur der Zeitschrift aus Hannover konnte in mehreren Geschäften SIM-Karten kaufen, ohne seinen Personalausweis zeigen zu müssen. Dagegen sei ein solcher Versuch in spezialisierten Handy-Läden gescheitert. Auch die Online-Registrierung der SIM-Karten war nach „c''t“- Angaben keine Hürde: Der Journalist ließ sie auf den Namen seines Hundes zu und gab Fantasie-Adressen an. Betroffen waren Filialen von Aldi, Lidl, Netto, Penny, Rewe, Saturn und Mediamarkt. dpa

Repower leidet unter hartem Winter Hamburg - Der Hamburger Windanlagen-Hersteller Repower wird seine Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr (endet am 31. März) vielleicht nicht ganz erreichen. Es gebe eine wachsende Unsicherheit, weil Kunden Projekte verschieben und wegen des harten Winters, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Freitag. Das könnte eventuell dazu führen, dass sich Umsätze vom laufenden ins kommende Geschäftsjahr verschieben. Insgesamt steht das zum indischen Suzlon-Konzern gehörende Unternehmen aber gut da, heiße es. Die Gesamtleistung der ersten neun Monate erhöhte sich gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum von 843 auf 932 Millionen Euro, das Nettoergebnis von 26 auf 32 Millionen Euro. dpa

Michelin erzielt Gewinn 

Paris - Der weltgrößte Reifenhersteller Michelin hat trotz des Einbruchs auf dem Reifenmarkt im vergangenen Jahr Gewinne erwirtschaftet. Michelin habe sich in der Krise sehr flexibel gezeigt, erklärte Konzernchef Michel Rollier zu den Geschäftszahlen am Freitag in Paris. Angesichts der heftigen Branchenkrise überraschte der französische Hersteller mit einem recht soliden Finanzergebnis. Nach einem Kapitalabfluss im Vorjahr flossen im Jahr 2009 wieder netto 1,4 Milliarden Euro in die Kasse. Für die Zukunft rät Michelin allerdings zu „großer Vorsicht“, obwohl die Reifenlager der Kunden leer sind. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben