Wirtschaft : NACHRICHTEN

DGB will höheren Mindestlohn

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will seine Mindestlohnforderung von 7,50 Euro auf 8,50 Euro hochsetzen. Dies werde der Bundesvorstand in seinem Antrag für den Bundeskongress der DGB-Gewerkschaften im Mai vorschlagen, sagte eine Sprecherin. Die Forderung nach einer gesetzlichen Lohnuntergrenze von 7,50 Euro pro Stunde hatte die Funktionärsbasis auf dem letzten DGB-Kongress 2006 beschlossen. rtr

Kartellamt überprüft Krankenkassen Berlin - Im Streit um Zusatzbeiträge geht das Bundeskartellamt gegen mehrere gesetzliche Krankenkassen wegen des Verdachts unzulässiger Preisabsprachen vor. Die Behörde habe gegen neun Krankenkassen förmliche Verfahren eingeleitet, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Vier Kassen hätten dem Blatt den Eingang der Schreiben bestätigt, darunter die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) und die KKH Allianz. Ein Kartellamtssprecher sagte, es bestehe „der Verdacht, dass einige Kassen mit einer gemeinsamen Verlautbarung über die Einführung von Zusatzbeiträgen gegen das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen verstoßen haben“.rtr

Anklage gegen Siemens-Vorstand

München - Im Schmiergeldskandal bei Siemens geht die Justiz offenbar massiv gegen frühere Mitglieder der Konzernspitze vor. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ soll Thomas Ganswindt, ehemaliges Mitglied des Zentralvorstands, wegen Korruption vor Gericht gestellt werden. Gegen den früheren Personalvorstand Jürgen Radomski sei ein Bußgeldbescheid ergangen. Der langjährige Konzernchef Heinrich von Pierer soll ebenfalls einen Bußgeldbescheid erhalten, weil er ebenso wie Radomski seine internen Aufsichtspflichten vernachlässigt habe. Pierer bestreitet das. AFP

Schäuble fordert mehr Regulierung

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich für strengere Regeln auf dem hochspekulativen Markt für Kreditausfallversicherungen ausgesprochen. Die Absicherungsgeschäfte über Finanzprodukte (Credit Default Swap), mit denen Ausfallrisiken von Anleihen oder Krediten gehandelt werden, stehen im Zuge der Griechenlandkrise verstärkt am Pranger. „Unabhängig von diesem konkreten Fall stellt sich natürlich die Frage nach mehr Transparenz und einer Regulierung dieses Marktes“, sagte Schäuble. dpa

Kein Verkauf von Kabel Deutschland

London - Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) wird britischen Medienberichten zufolge nicht verkauft. Die US-Beteiligungsgesellschaft Providence als Haupteigentümer hat demnach mehrere Übernahmeangebote von konkurrierenden Investorengruppen abgelehnt. Mindestens fünf Interessenten sollen Gebote in Höhe von rund sechs Milliarden Euro für KDG abgegeben haben. Der Kabelnetzbetreiber äußerte sich nicht. dpa

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